Die ReferentInnen der "Wege erwachsenen Glaubens" trafen sich in Bildstein zu einer Weiterbildung mit Generalvikar Benno Elbs

Wie „Geladene zu einer Hochzeit“ fühlten sich die TeilnehmerInnen bzw. ReferentInnen an diesem Fortbildungsnachmittag im Pilgersaal von Bildstein. Zu einem festlich geschmückten und gedeckten Tisch lud Frau Rosemarie Batlogg ein. Willkommen und wertgeschätzt zu werden, dieses Leitmotiv der Wege Erwachsenen Glaubens ist spürbar herübergekommen: Christ bzw. Christin zu sein mit Haut und Haar, mit Leib und Seele aus einer freud- und genussvollen Überzeugung heraus.

Das Gleichnis vom Sämann – etwas unkonventionell dargeboten - ermutigte uns, hoffnungsvoll unsere Aufgabe als ReferentInnen wahr zu nehmen.

Generalvikar Dr. Benno Elbs hat in seinem Impulsreferat die Bedeutung der Orientierungen des Pastoralgespräches für die Wege Erwachsenen Glaubens allen ans Herz gelegt. Die Veränderungsprozesse seien aus einer mystischen Grundhaltung heraus zu begleiten. Wesentlich für ihn ist die Erfahrung, dass Gott immer schon da ist, uns zuvorkommt mit seiner Liebe. Wege zu dieser Entdeckung können das Herzensgebet, die Achtsamkeit und Dankbarkeit sein.

"Das Christentum in vier Sekunden erklären"

GV Benno Elbs verweist auf Abt Werlen, der das Beispiel der Versicherungen brachte, die auf Cartoons ihre Botschaft so darstellen, dass ihre Kunden in vier Sekunden wissen, worum es geht. In Anlehnung daran stellt er die Frage, ob wir auch in vier Sekunden anderen vermitteln könnten, worum es im Christentum wirklich geht. Besonders anregend für den weiteren Austausch waren auch die Ausführungen zur multidimensionalen Erfassung von Glauben nach Y. Glock. Religion wird nach dieser Theorie immer wieder aufs Neue und auf mehreren Ebenen angeeignet: kognitiv, über die Erfahrung, über das soziale Engagement etc. Entscheidend ist, dass den Menschen die Möglichkeit geboten wird, ihren Glauben auch über Lebenswenden zu entwickeln. Diese Begleitung von Menschen in ihrem Glauben sollte zu einer Kernaufgabe jeder Pfarre werden. So war der gegenseitige Austausch über Erfahrungen im Unterwegssein mit Erwachsenen – Suchenden im Glauben – sehr bereichernd.

Mit einem reichhaltigen Buffet klang der Abend aus.

Agnes Juen

Von Hans Rapp veröffentlicht am 02.06.2010

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