Im Gleichnis vom reichen Kornbauern geht es um wesentliche Fragen der Güterproduktion und Verteilung, um die Frage des Wirtschaftens, das zum Leben für alle führen kann oder um eine privatwirtschaftliche, todbringende Form des Bereicherns.
Das Beispiel des Kornbauers in Lukas 12,13-21 will uns die Augen öffnen. Lukas illustriert die Logik der Marktwirtschaft und fällt ein Urteil über die Ökonomie des freien Marktes, das Leben nicht zu sichern vermag. Gerechtigkeit wird im Sinne Jesu und eines biblischen Wirtschaftens zum Maßstab für die Beurteilung ökonomischer Systeme. Und die Perspektive dieses Handelns ist die Sorge um die Gerechtigkeit und einer gerechten Verteilung.
Aus der Fülle dessen, was Gott und die Erde uns geben, dürfen wir leebn. Es ist genug da für alle. Es geht schlussendlich um eine Wirtschaft des Teilens.
Mag. Fritz Käferböck-Stelzer stellt in seiner Predigt dieses Gleichnis in den Kontext der heutigen Wirtschaftssysteme und stellt das Teilen in den Mittelpunkt. Dann wird aus genug mehr, mehr für alle. Denn wer nur für sich sorgt, geht als Narr zugrunde.
Hier finden sie die Predigt zu Lukas 12,13-21 (1. August 2010) im vollen Wortlaut: "Vorsorgen, aber richtig!"
Von Matthias Nägele veröffentlicht am 15.07.2010

