Familienkatechese als Erstkommunionweg und Unterstützung der Eltern

"Erst ein Glaube, der ernsthaft von erwachsenen Menschen durchdacht, besprochen und in die eigene Sprache übersetzt ist und bei dem Erwachsene gemeinsam fragen, wie sie diesen Glauben unter den heutigen Verhältnissen leben können - erst ein solcher Glaube bietet den Rückhalt, den die nachwachsenden Generationen brauchen, um sich auf ihre Weise den Glauben aneignen zu können."
Diese Worte von Johannes Paul II. geben einen Einblick in die Philosophie der Familienkatechese.

Ein Weg zur Erstkommunion
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten für eine Pfarrgemeinde, die Kinder zur Erstkommunion hinzuführen. Die Familienkatechese ist ein besonderer Weg. Allerdings ist die Erste Kommunion nicht das "Ziel" der Familienkatechese, sondern ihr Anlass. Das Ziel liegt in erster Linie darin, als Familie gemeinsam Wege und Formen zu finden, wie der Glaube im Alltag lebendig werden kann - und zwar ausgehend von der Glaubens- und Lebenssituation jeder einzelnen Familie.
"Es geht grundlegend darum, dass Eltern und Kinder Kommunion (Communio = Gemeinschaft) mit Gott und untereinander erleben, entwickeln und feiern", heißt es in einem Informationsblatt einer Pfarrei, die seit einigen Jahren den Weg der Familienkatechese geht.

Diözese unterstützt Pfarre
In der Diözese Feldkirch ist Familienkatechese ein bevorzugter Weg für die Hinführung der Kinder zur Erstkommunion. Dabei sollen Eltern durch verschiedene Angebote Unterstützung für die Gestaltung des Glaubens in der Familie erhalten.
An die 40 Pfarrgemeinden entwickeln ihre Erstkommuionvorbereitung in diese Richtung. Durch einen Pfarrgemeinderatsbeschluss und die Nennung einer Kontaktperson im Pastoralamt werden unterschiedlichste Unterstützungen angeboten: Elterngesprächskurse, Elternbriefe, Regionale Austauschgruppen für Pfarrverantwortliche,...

Stiftung Gottesbeziehung in Familien
Kinder sind religiöse Menschen von innen heraus; sie konfrontieren uns Erwachsene mit ihren philosophischen und vor allem auch religiösen Fragen. Sie machen sich immer auch Vorstellungen vom Geheimnis des Unendlichen und Unvorstellbaren – von GOTT.
In Zeiten eines tiefgreifenden religiösen Wandels von Kultur und Gesellschaft gewinnt die Frage nach religiöser Familienerziehung in mehrfacher Hinsicht an Aktualität und Brisanz.

Religiöse Erziehung birgt viele Chancen für die Entwicklung und Sozialisation eines Menschen:

  • sie kann positiv und stabilisierend auf die Persönlichkeitsentwicklung wirken,
  • sie kann für Verantwortung sensibilisieren,
  • sie kann den familiären Zusammenhalt stärken,
  • sie kann präventiv gegen Kriminalität wirken.

Religiöse Erziehung gehört zu den grundlegenden Rechten des Kindes. Hier können Sie mehr über die Stiftung Gottesbeziehung in Familien, die es sich zu vorrangigen Aufgabe gemacht, dieses Recht zu stärken, erfahren.

Wenn Sie über das Modell der Familienkatechese Interesse haben, stehen wir gerne für Beratung und Begleitung zur Verfügung. Zudem können Sie auf der Homepage der Familienkatechese dieses Modell von Prof. Albert Biesinger direkt anschauen.

Von Matthias Nägele veröffentlicht am 17.04.2009

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