Glauben Sie an die Taufe, an die Wirklichkeit, die damals bei Ihrer Taufe als Säugling begonnen hat? Diese Frage stellt Gunda Brüske in Ihrem aktuellen Artikel zum Taufgedächtnis im Liturgieportal des Liturgischen Institutes des deutschsprachigen Schweiz.
Durch Eintauchen erwachen
"Beim Eintauchen der Finger ins Weihwasserbecken am Eingang der Kirche könnte diese Wirklichkeit erwachen", schreibt Gunda Brüske und geht dabei der Spur nach, in welchem Sinne denn die Erinnerung an die Taufe diese Wirklichkeit des Getauft-Seins, die immer da ist, denn in unserem Leben erfahrbar und spürbar werden kann.
Achtsamkeit und Gedenken sind für sie zwei wesentliche Faktoren dabei: "Wenn wir gedenken, geschite etwas Eigenartiges: unsere Gegenwart, unser jetziges Leben wird von einem vergangengen und noch immer nicht abgeschlossenen Ereignis ergrifften. Wir werden sensibel für die Wurzeln der christlichen Existenz."
Zeichen setzen
In verschiedenen Gottesdiensten soll diesem Erinnern mit konkreten Zeichen einen Platz gegeben werden. Nicht nur das Eintauchen am Eingang der Kirche oder das Besprengen der Mitfeiernden beim Asperges, vielmehr durch das Eintauchen im Taufbecken selbst. Verbunden mit einem Segensgebet über das Wasser und dem Bekreuzigen (sich selbst oder durch die/den Leiterin/Leiter der Feier) kann diese Form der Erinnerung unsere Sensibilität auf die geschenkte Wirklichkeit stärken.
Biblische Taufwirklichkeit
Gunda Brüske zeigt auch auf das Wort Gottes, das auf vielfältige Weise von der wunderbarne und erstaunlichen Wirklichkeit der Taufe spricht: zu neuem Leben geboren, zur Würde einer heiligen Priesterschaft erhoben, Söhne und Töchtes Gottes und Kinder des Lichtes, neuer Mensch und neue Schöpfung ... So sind wir durch die Taufe mit Christus - und auch untereinander verbunden.
Praxistipp
In einer Arbeitshilfe der Ökumenischen Centrale Frankfurt finden sich vielfältige Anregungen für gemeinsame Gottesdienste von Christinnen und Christen aus unterschiedlichen Tauftraditionen. Neben konzeptionellen Überlegungen und Leitlinien zur Gottesdienstgestaltung und Informationen zur Taufgedächtnispraxis in den verschiedenen Traditionen finden sich konkrete Gottesdienstbausteine für ein gemeinsames Taufgedächtnis.
Dieser Behelf ist auch an der Medienstelle der Diözese Feldkirch erhältlich (medienstelle@kath-kirche-vorarlberg.at).
Wenn Sie den gesamten Artikel von Gunda Brüske lesen möchten, klicken Sie auf diesen Link: "Feuer und Wasser christlicher Existenz"
Von Matthias Nägele veröffentlicht am 14.02.2011

