Die Veröffentlichung des Rituale-Faszikels „Die kirchliche Begräbnisfeier“ hat bei Bischöfen, Priestern und Diakonen heftige Reaktionen ausgelöst. Auch in unserer Diözese gab es kritische Rückmeldungen dazu.

Die im September 2009 veröffentlichte zweite authentische Ausgabe des Rituale-Faszikels "Die kirchliche Begräbnisfeier in den Bistümern des deutschen Sprachraumes" stieß bei vielen pastoralen MitarbeiterInnen auf heftige Kritik. Diese betrifft vor allem die Qualität der Liturgischen Texte bzw. Übersetzungen, einzelne praxisfremde rubikale Vorgaben und auch die Größe und den Umfang des Buches, die seine Verwendung erschweren.
Im Jänner 2010 haben die beim "Forum Liturgie im deutschen Sprachgebiet" zusammenkommenden Bischöfe die dringende Empfehlung ausgesprochen, umgehend den weiteren Gebrauch des Rituales von 1972/1973 zu gestatten und eine grundlegende Revision der neuen Ausgabe vorzunehmen.
In einem Schreiben von Kardinal Joachim Meisner, dem Vorsitzenden der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, verlängert die Deutsche Bischofskonferenz die Verwendung des Rituales von 1972/1973 bis zum ersten Adventsonntag 2011.

Reaktionen in anderen Diözesen
Inzwischen haben auch die österreichischen und Schweizer Bischofskonferenz in diesem Sinne einer Verlängerung der alten Ausgabe zugestimmt und die Überarbeitung des Begräbnisrituales gefordert.
Im Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg wird im Bezug auf das Schreiben der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz die Verlängerung des Rituales von 1972/1973 erlaubt.

Regelung für die Diözese Feldkirch
Von verschiedenen Seiten gab es auch in unserer Diözese kritische Rückmeldungen zur neuen Ausgabe des Rituales zur Begräbnisfeier. Deshalb wird im Diözesanblatt Nummer 7/8 2010 die Verwendung der Ausgabe von 1972/1973 bis zum 1. Adventsonntag, 27.11.2011 verlängert.

 

Von Matthias Nägele veröffentlicht am 21.07.2010

Zugehörige Themen

Liturgiebörse | Liturgie