„Zu viele Menschen wissen heute nicht mehr, wie sie den Alltag aus eigener Kraft bestreiten können“, betont Caritas-Bischof Benno Elbs zum kommenden Welttag der Armen am 19. November. Gleichzeitig dankt er allen, die dafür sorgen, dass der Platz an der Seite der Nächsten nie leer bleibt.

„,Der Platz der Kirche ist an der Seite der Armen‘, diese Kernbotschaft unseres Glaubens gibt uns Papst Franziskus an diesem Welttag der Armen mit auf unsere Wege. Es ist ein herausfordernder und ein zugleich provozierender Auftrag. Denn es verlangt viel, in aller Konsequenz an der Seite der Armen zu stehen“, erklärt Bischof Benno Elbs im Blick auf den kommenden „Welttag der Armen“.

Armut in einem der reichsten Länder

Zu viele Menschen wüssten heute nicht mehr, wie sie ihren Alltag aus eigener Kraft meistern sollten und gleichzeitig leben wir in einem der reichsten Länder der Welt, so Bischof Benno Elbs weiter, der als Referatsbischof in der Österreichischen Bischofskonferenz vor allem die Anliegen und Themen der Caritas in Erinnerung ruft.

„Die alltägliche Armut hat viele Gesichter und sie ist mitten unter uns, oft auch versteckt und unerkannt. Ein Ort, an dem sie sich für kurze Zeit nicht zu verstellen braucht, ist zum Beispiel das Caritas Café am Feldkircher Bahnhof. Wer auf seinem Weg in die Stadt an diesem Eck vorbei geht, dem fallen die Menschen vielleicht gar nicht besonders auf, die da ein- und ausgehen oder sich vor der Türe kurz unterhalten. Geht man hinein, trifft man auf ihre Lebensgeschichten. Und man verlässt das Café verändert und mit einem neuen Blick.“

Zeit für den Perspektivenwechsel

Diesen Perspektivenwechsel wünscht Bischof Benno Elbs allen Frauen und Männern, deren Verpflichtung als Christ/innen es ist, hier nicht wegzusehen. „Ich danke allen Menschen, die nicht wegsehen, wenn Armut sichtbar wird und ich danke allen, die helfen, die Not der Menschen zu lindern. Gottes Segen begleite ihre Arbeit und rufe auch uns immer wieder in Erinnerung, dass der Platz an der Seite der Armen nie leer bleiben darf.“