Was ist Gewalt?

Gewalttäter missachten die körperlichen und seelischen Grenzen ihrer Opfer und fügen durch ihre Tat körperliche, psychische und seelische Verletzungen zu.

Gewalterfahrungen sind immer traumatisierende Erlebnisse, die abhängig von der Persönlichkeit des Opfers, der Intensität und Gemeinheit der Gewalttat Auswirkungen haben. Um Erfahrungen von Gewalt zu verarbeiten brauchen Opfer und Menschen, die Gewalt beobachten, eine sensible Unterstützung, Beratung oder Begleitung.

Da die Psyche von Kindern genauso wie ihr Körper in Entwicklung ist, sind sie sehr sensibel und  werden durch Gewalttaten besonders verletzt. Das bedeutet nicht, dass Erwachsene durch Formen von Gewalt nicht verletzt werden.

Sexualisierte Gewalt
Voraussetzung für sexualisierte Gewalt ist die Manipulation des Opfers. Der Täter baut gezielt ein Vertrauensverhältnis mit dem Opfer auf, damit das Opfer die Gewalt nicht erkennt. Gerade Kinder, die keine sexuellen Erfahrungen haben, können die Handlung des Täters nicht als ihnen geschehenes Unrecht einordnen. Grund ist ihre kognitive, körperliche und auch sprachliche Unterlegenheit.
Sexualisierte Gewalt muss nicht mit Ausübung von körperlicher Gewalt und deren Androhung einhergehen. Durch die Verpflichtung zur Geheimhaltung, weil sonst etwas Schreckliches passiert, übt der Täter zudem psychische Gewalt aus.
 
Körperliche Gewalt
Gewalt verletzt die körperliche Integrität des anderen. Auch jemandem zu drohen ist Gewalt. 
Das Opfer erlebt körperliche Gewalt als Angriff auf sein Leben. 
Die Bandbreite physischer Gewalt ist sehr groß: schlagen, stoßen, schütteln, verbrennen, an die Wand drücken uvm.
 
Psychische Gewalt
Es gibt sehr unterschiedliche Verhaltensweisen, die als psychische Gewalt bewertet werden. Jedenfalls ist eine Abwertung des anderen damit verbunden. Sie kann sehr subtil sein oder auch offensichtlich durch Worte oder Gesten. Psychische Gewalt hinterlässt keine äußerlich sichtbaren Verletzungen und wird daher häufig bagatellisiert.