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Arbeitsweise der Beratungsstelle
Bislang war Dr. Peter Rädler Erstkontaktperson in der „Beratungsstelle zum Schutz vor Gewalt und sexuellen Übergriffen“ der Diözese Feldkirch. Dies wird nun durch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über die ifs-Beratungsstelle in Bregenz erweitert und damit – sofern gewünscht – gänzlich aus dem „Kirchenkontext“ gelöst als Möglichkeit für Betroffene geboten, sich an einen Menschen ihres Vertrauens zu wenden.
Die Ombudsstelle der Diözese existiert bereits seit 15 Jahren. „Daneben hat es für jeden Betroffenen immer auch die Möglichkeit gegeben“, so Dr. Rädler, „sich an alle Polizeistationen, an das Landespolizeikommando sowie an jeweils das Vertrauen genießende Beratungsstellen in Vorarlberg oder über das Land hinaus zu wenden“.
Für den Erhalt einer 0800-Telefonnummer, die zu Dr. Rädler und das Sekretariat der Beratungsstelle führt, trägt der Umstand bei, dass es viele Menschen gibt, die sich, so Dr. Rädler, „explizit an einen Kirchenvertreter, beziehungsweise einen Priester wenden wollen. Die Beratungsstelle der Diözese ist eine Vertrauensstelle, bei der die Betroffenen selbst entscheiden, was mit den anvertrauten Informationen geschehen soll. Wenn sich jemand bei mir meldet, frage ich immer nach, ob die Person Anzeige erstatten wolle. Falls gewünscht, biete ich dazu selbstverständlich auch meine Hilfe an.“ Die Ausweitung der Kontaktadressen betrachtet Dr. Rädler als äußerst postiv: „Ich bin froh, dass Frau Dr. Rüdisser mit der ifs-Beratungsstelle Bregenz möglicherweise Schwellenängste eines Erstkontaktes noch weiter abbaut. Ihre fachliche Kompetenz schätze ich sehr.“
Neben den Erstkontaktpersonen gehören ein Facharzt für Psychiatrie, eine Psychotherapeutin, ein Jurist sowie eine Allgemeinmedizinerin dem Team der „Beratungsstelle zum Schutz vor Gewalt und sexuellen Übergriffen“ an. Die Arbeit baut auf einem engen Vertrauensverhältnis insbesondere mit den Opfern auf. Daher handelt sie gänzlich weisungsfrei. Auch Dr. Rädler ist als kirchlicher Angestellter für seine Tätigkeit als Leiter der Stelle weisungsfrei gestellt. Beim Erstkontakt bietet er den Betroffenen stets die Möglichkeit an, die weiteren Gespräche mit einem anderen Stellenmitarbeiter zu führen.
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