Seelsorge im Krankenhaus

Ein Aufenthalt im Krankenhaus kann an tiefe Fragen des Daseins rühren: Unsicherheit, Ängste, Leid, Schmerzen, Endlichkeit, Grenzen.
Hier können die SeelsorgerInnen Begleitung, Rat, Hilfe anbieten: durch ein Gespräch, einen Segen, Versöhnung, Kommunion, Krankensalbung, Gottesdienste.

Durch das Angebot zu Begegnung und Gespräch wollen die Seelsorgerinnen und Seelsorger Leid und Freude teilen, menschliche Nähe vermitteln und Trost spenden, Hoffnung geben und Mut machen, Veränderungen unterstützen und Horizonte eröffnen. Dies geschieht in vielfältigen Formen des Gesprächs, in Zeichen und Gesten. Es kann aber auch bedeuten, eine Situation mit den Betroffenen schweigend auszuhalten.

Die religiöse Begleitung stellt sich persönlich Fragen des Glaubens und möchte Zeichen und Riten, wie Beten, Lossprechen, Salben, Segnen und Gottesdienst als heilende Elemente einbringen und wirksam werden lassen. Die Mitarbeiter der katholischen Krankenhaus-Seelsorge begegnen jedem anderen Religionsbekenntnis und jeder anderen religiösen Überzeugung einzelner Menschen mit Hochachtung und Respekt. Wenn es gewünscht wird, vermitteln sie Kontakte mit deren Seelsorgern.

Kapelle – Ort der Besinnung
Die Kapelle des Krankenhauses ist ein gepflegter Ort der Stille und der Besinnung, aber auch des Gottesdienstes und der religiösen Feier. 

HospizbegleiterInnen
Eine wichtige Stütze für die Seelsorge sind ehrenamtlich tätige Hospizbegleiterinnen. Sie begleiten in nächtlichen Sitzwachen Schwerkranke und Sterbende und lassen sie spüren, dass sie nicht alleingelassen sind. Das ist oft auch für Angehörige eine wichtige Entlastung. Die Nachfrage nach diesem Dienst zeigt deutlich die Sehnsucht mancher kranker und sterbender Menschen nach Zuwendung und Nähe. Diese Frauen sind für ihren Dienst eigens ausgebildet und regelmäßig betreut.