Bischof Elmar Fischer ehrte 24 langgediente Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Kirchenchören des Landes. Das Kirchenmusikreferat veranstaltete dazu eine Feierstunde im Diözesanhaus.

Etwas hören kann immer auch bedeuten,
dass man nicht Hörbares mit zu Gehör bringt.
Philipp Harnoncourt

Zweimal jährlich lädt Kirchenmusikreferent Mag. Bernhard Loss langgediente SängerInnen aus den Kirchenchören zur Ehrung ins Diözesanhaus. So trafen sich am Freitag, 8. April 2011 wieder viele festlich gestimmte SängerInnen, ChorleiterInnen und Familienangehörige, um mit den 24 JubilarInnen zu feiern.

In seinen Begrüßungsworten stellte Bernhard Loss fest, dass die "Kirchenmusik-Ehrung" jedesmal eine große Freude und ein Höhepunkt bei seiner Arbeit als Kirchenmusikreferent sei. Um den Wert der Musik herauszustreichen zitierte er aus einem Interview mit dem Priester Univ.Prof. Philipp Harnoncourt, dem Bruder des berühmten Dirigenten Nikolaus Harnoncourt: "Musik spielt nicht nur eine Rolle, sondern ist ein Stück meines Lebens", und weiter: "... es ist so, dass Musik das bloß zweckmäßig Nützliche in unserem Leben in Frage stellt, so wie Fest und Feier das bloß Nützliche und Erfolgreiche in Frage stellen ... Wie die Bild-Kunst Nichtsichtbares sichtbar macht, so kann Musik als Kunst Nichthörbares hörbar machen. - Der Himmel wird auf diese Weise geöffnet ..."

Für Bischof Elmar Fischer war die Kirchenmusk-Ehrung schon das zweite bedeutende Ereignis an diesem Freitag: Er kam direkt vom Treffen der diözesanen Pfarrkirchenräte in Bregenz. Zu Beginn seiner Laudatio gab er gleich ein lustiges Beispiel seiner, wie er es nannte, "Vielfachbegabung" zum Besten: "Ich habe fünf Instrumente gelernt, leider kann ich keines mehr". Die Freude an der Musik habe er aber nie verloren und besonders in der Liturgie sei sie von unschätzbarem Wert. Er dankte für die große Einsatzbereitschaft und das ambitionierte Mitwirken der anwesenden "Kirchenchörler" - zur Freude vieler Menschen und zur Bereicherung der Gottesdienste. Weiters betonte er, dass die Kirche im Musikbereich einen wichtigen Beitrag zur Kultur des Landes leistet.

Eine sehr schöne und eindrückliche Umrahmung der Feierstunde gelang dem Posaunenquartett der Musikschule Feldkirch unter der Leitung von Bernhard Kurzemann.
Für stets gefüllte Gläser und eine leckere Stärkung sorgte eine Abordnung von Schülerinnen der HLW Rankweil. Ihre Brötchenkreationen und Kuchen mundeten allen und so konnte die Kirchenmusik-Ehrung bei bester Stimmung gemütlich ausklingen.

Die junge Fotografin Lisa Mathis hat die Veranstaltung in sehr schönen Bildern festgehalten - siehe Galerie oben rechts (zum Öffnen ins 1. Bild klicken).

Die Namen der Geehrten

Für 25 Jahre:

  • aus Altach:
    Marte Germana, Thaler Katharina, Wüstner Lydia
  • aus Bludenz Hl. Kreuz:
    Enderle Rudolf, Säly Herma
  • aus Nüziders:
    Giesinger Elisabeth, Leimser Marlene, Zech Annemarie
  • aus Rankweil:
    Dr. Beatrix Lugmayer, Lins Marlis, Mathis Werner
  • aus Sulzberg:
    Baldauf Monika, Fehr Melitta
  • Aus Schruns:
    Haumer Wolfgang (30 Jahre)

Für 40 Jahre:

  • aus Göfis:
    Schöch Marlene
  • aus Nüziders:
    Huber Beatrix
  • aus Schruns:
    Riesch Hannes
    Mark Eduard (45 Jahre)

Für 50 Jahre:

  • aus Nenzing:
    Borg Waltraud
  • aus Rankweil:
    Ing. Peter Xaver
  • aus Sulzberg:
    Baldauf Heidi

Für 60 Jahre und mehr:

  • aus Nenzing:
    Gantner Oskar
  • aus Schruns:
    Mittermayr Erwin
  • aus Göfis:
    Lampert Rudolf (70 Jahre!)

Von Marianne Springer veröffentlicht am 11.04.2011

Zugehörige Themen

Kirchenmusik