Die "Salzburger Hochschulwochen" beleuchten heuer naturwissenschaftliche und religiöse Utopien und deren Grenzen.

Unter dem Titel „Endlich! Leben und Überleben“ stehen die diesjährigen „Salzburger Hochschulwochen“, die am 2. August begonnen haben. Bis 8. August zeigt die traditionsreiche katholische Bildungsveranstaltung wissenschaftliche Perspektiven auf, die auf eine heute noch unvorstellbare Verlängerung des menschlichen Lebens abzielen.

Befristete Lebenszeit. „Mit einem Schnitt kommen wir zur Welt, Brüche gehören zu unserer Existenz. Ihr Ende ist gewiss, aber gerade die Endlichkeit des Lebens macht es so kostbar, einzigartig, anspruchsvoll“, erklärte der Salzburger Theologe Gregor Maria Hoff als inhaltlich Verantwortlicher der Veranstaltung. Die befristete Lebenszeit und das Ende des
Lebens überhaupt seien Probleme, die Religionen immer wieder bearbeitet hätten, führte Hoff aus. Christlich gesehen stehe der menschlichen Endlichkeit der Glaube an die „unendliche Lebensmacht Gottes“ gegenüber.

Verschiedene Aspekte. Technisch-naturwissenschaftliche Aspekte des Themas beleuchtete beispielsweise der deutsche Naturwissenschaftler, Politiker und Nachhaltigkeits-Experte Ernst Ulrich von Weizsäcker in zwei Vorlesungen über „Die öko-technologische Revolution im 21. Jahrhundert“. „Bleiben wollen, gehen müssen – und vom Glück der Endlichkeit“ lautete das Thema des Münsteraner Theologen Klaus Müller. Religionspsychologische „Impressionen“ zu Endlich- und Unendlichkeit steuerte der Augsburger evangelische Theologe Godwin Lämmermann bei.

Festgottesdienst. Der „Theologische Preis der Salzburger Hochschulwochen“ geht heuer an den Präsidenten der Berliner Humboldt-Universität, Christoph Markschies. Die Auszeichnung für ein theologisches Gesamtwerk wird seit 2006 jährlich im Rahmen der Tagung verliehen. Zum Abschluss der Hochschulwochen wird der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser am 8. August um 8.30 Uhr einen Festgottesdienst im Dom feiern. Den anschließenden Schlussvortrag hält die deutsche Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan in der Großen Aula der Universität Salzburg.

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(aus KirchenBlatt Nr. 31 vom 8. August 2010)

Von Alexander Hartmann veröffentlicht am 05.08.2010

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