Am 18. März finden die nächsten Pfarrgemeinderatswahlen statt

von Simone Rinner

Was bewegt Menschen dazu, sich ehrenamtlich zu engagieren? Sich einzubringen, obwohl man kein Geld bekommt. Seine Zeit zu investieren und oftmals keine Anerkennung dafür zu erhalten? Persönliche Motivation lautet das Schlüsselwort und davon haben die Menschen, die in einem Pfarrgemeinderat arbeiten, eine ganze Menge.

Fünf Jahre ist es her, seit die letzte Pfarrgemeinderatswahl stattgefunden hat und deshalb heißt es am 18. März 2012 wieder: Wählen! 1.300 Pfarrgemeinderäte stellen sich hierfür zur Verfügung. Alles wie gehabt, oder? Nein, denn seit dem Pastoralgespräch „Die Wege der Pfarrgemeinde“ wurden die Segel neu gesetzt.

Was ist neu im Pfarrgemeinderat (PGR)?
Kurz: Es ergeben sich neue Aufgaben. „Der PGR wird sich zukünftig vermehrt auf die strategischen Fragen der Gesamtabwicklung einer Pfarre konzentrieren“, erklärt Pfarrbegleiter Herbert Nußbaumer. Der PGR verbinde Arbeitskreise miteinander - an sich schon eine strategische Aufgabe, erklärt Ingrid Böhler von der Pfarrcaritas. Nun kommt noch etwas neues hinzu: Die Beauftragten für Diakonie, Verkündigung und Liturgie, die mit dem Pfarrer, den hauptamtlichen Mitarbeiter/innen und den gf. Vorsitzenden des PGR und PKR in einem Pastoral-Team vereint sind.

Impulsabende
Diese Beauftragten zu schulen und zu begleiten ist Aufgabe der Pfarrcaritas. Die Vorbereitung hierzu und die Kandidat/innensuche ist hingegen Sache der Pfarre. Im Rahmen von drei Impulsabenden unterstützt die Diözese die Pfarrgemeinderäte bei der Suche nach Kandidat/innen. Als Referentin und Moderatorin erklärt Böhler dort die Bedeutung des Ehrenamtes für Kirche und Gesellschaft, spricht über die Möglichkeiten, Ehrenamtliche zu gewinnen und wendet eine neue Methode an.

Dynamic Facilitation,
salopp übersetzt „dynamische Förderung“,  nennt sich die Methode, bei der sich der richtige Lösungsweg quasi von selber erschließen soll. „Jeder Teilnehmer einer Gruppe hat ganz viel in sich“, erklärt Böhler. „Ganz viele Fragen, Antworten, Bedenken und Informationen, denen du nur den Raum öffnen musst.“ Der Moderator sammelt die unstrukturierten Äußerungen der Teilnehmer/innen, ohne etwas hinzuzufügen. Ein spannender, aber auch anstrengender Prozess. „Am Schluss kommen oft Lösungen heraus, die du so gar nicht gesehen hast“, so Böhler weiter, „schließlich sitzen die Experten für das Thema Ehrenamt in der Gruppe: Die Ehrenamtlichen“.
Die Aufteilung in Pfarrgemeinderat und Pastoralteam sieht Böhler als eine große Chance, die Zusammenarbeit  Ehrenamtlicher in einer Pfarre zu stärken. Ressourcen können so besser genutzt und die Ehrenamtlichen mehr gewürdigt werden. „Und das haben sie einfach verdient“, bekräftigt sie.

Impulsabende
zur Kandidat/innensuche für die PGR-Wahl

  • Mo 28. November 2011,  19 bis 22 Uhr
    Pfarrzentrum, Dornbirn St. Martin.
  • Mi 14. Dezember 2011,  19 bis 22 Uhr
    Pfarrsaal Schwarzenberg.

 

Von Marianne Springer veröffentlicht am 16.11.2011

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