Die Kirchenblatt-Serie in der Fastenzeit nimmt Sie mit hinein in die Welt großer Bergsteiger: Reinhold Messner, Beat Kammerlander und Gerlinde Kaltenbrunner haben mit ihren Erfolgen Alpingeschichte geschrieben, im Kirchenblatt erzählen sie auch von der anderen Seite der Berufung: Angst, Scheitern, Umkehren ...
Lassen Sie sich von weltbekannten und bergerfahrenen Menschen in die Höhe führen: Das KirchenBlatt lädt Sie ein zur „Entdeckungsreise - Expedition Fastenzeit“. Nur einer dieser Bergfexe ist der Extremkletterer Beat Kammerlander, der das Lebensgefühl über dem Abgrund zu hängen, in Worte zu fassen versucht. Sie laden ein, die Talsohle des Lebens zu verlassen, um die Höhen und Tiefen für das eigene Leben auszuloten. Jedem Menschen, das ist die Botschft, ob jung oder alt, ist es möglich, über sich hinauszuwachsen.
Zwölf Achttausender hat Gerlinde Kaltenbrunner bestiegen. Eine beeindruckende Bilanz der aus Spital am Pyhrn stammenden Bergsteigerin. Doch genauso eindrucksvoll ist, dass sie wiederholt den rechten Zeitpunkt zur Umkehr erkannt hat. Wer aus Ehrgeiz oder wegen der Erwartungen Dritter nicht umkehren kann, riskiert sein Leben.
Mit den weltbesten Bergsteiger/innen.
Gerlinde Kaltenbrunner ist eine von sieben Persönlichkeiten, die unseren Leserinnen und Lesern in der Fastenzeit 2010 ihre Bergerfahrungen erzählen.
Reinhold Messner ist ebenfalls mit dabei auf unserer Fastenzeit-Expedition. Er ist wohl der weltbekannteste Bergsteiger. Der Berg ruft nicht, man macht sich einen Berg vielmehr selbst zum Projekt, sagt er. Wie man sich auf ein großes Vorhaben vorbereitet – und wie man bis ins Alter an seine Grenzen gehen kann – davon wird er erzählen – und dass man dabei dasselbe erleben kann wie auf den Gipfeln der höchsten Berge.
Vertrauen im und am Berg ist eine religiöse Grunderfahrung.
„Verrückt“, sagen die einen. Beat Kammerlander ist Extremkletterer. Selbst dort sieht er noch Wege, wo für andere die Unwegsamkeit schlechthin ist. Über dem Abgtrund zu hängen, das ist ein Lebensgefühl, das sich auch sonst im Leben einstellt - wo man nicht mehr weiß, ob es noch einen Halt geben wird. Das Vertrauen zu sich selbst ist das eine. Das Vertrauen darauf, dass der Haken, an den ich mein Leben hänge auch hällt, ist das andere. Es ist eine religiöse Grundfrage.
Dem Tod ganz nah.
Thomas Neff hat es erlebt. Er war dabei, als der Haken ausbrach. Sein Sohn hing daran. Doch er und der Bruder konnten den Sturz abbremsen - und Jakob hat überlebt. Das lässt das Leben anders sehen.
Leben mit dem Berg.
Neben den Profi-Bergsteigern kommen in der diesjährigen Fastenreihe Menschen zu Wort, die mit den Bergen leben. Maria Bachler zum Beispiel. Seit dem Tod ihres Mannes bewirtschaftet sie mit ihrem Sohn den höchstgelegenen Bergbauernhof der Steiermark. Da heißt es, mit der Kargheit leben zu lernen.
Trotzdem vertrauen.
Iris Lorenz hat aus dem Flachland Niederösterreichs nach Galtür geheiratet und dort die schlimme Lawinen-Katasprophe im Jahr 1999 miterlebt. Es gibt Bedrohungen im Leben, die plötzlich hereinbrechwen können. Naturkatastrophen, Klimakrise, drohende Arbeitslosigkeit, Krebs. Wie kann man trotzdem in Zuversicht leben? Was lässt vertrauen?
Auch ein Priester kommt zu Wort.
Sebastian Edakarottu stammt aus dem "Land, wo der Pfeffer wächst", aus einer indischen Bergregion. Heute ist er Pfarrer im Burgenland. Was Berge ihm selbst bedeuten, wird er erzählen, und davon, welch besondere Orte der Offenbarung Berge in den Religionen sind.
Matthäus Fellinger / Wolfgang Ölz
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Von Marianne Springer veröffentlicht am 10.02.2010
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