Leserbriefe im Kirchenblatt 46/2009

Liebe Freunde des Lebensschutzes,
unsere Bischöfe haben ein mutiges Zeichen gesetzt und eine Petition gegen die Hormonbombe “Pille danach” gestartet. Die “Pille danach” bringt vielen Menschen größte gesundheitliche Probleme und lastet Ihnen zudem die Verantwortung für die Tötung unschuldiger Menschen auf. Wir haben jetzt die Möglichkeit an den Gesundheitsminister Stöger heranzutreten und unsere Meinung zu sagen. Unsere Bitte  an ihn: Er möge unbedingt Abstand von der Rezeptfreistellung dieser Hormonbombe nehmen! Gemeinsam sind wir stark und können mit unseren Bischöfen Rufer in der heutigen, leider sehr verirrten Zeit sein. Bitte unterzeichnen Sie die Petition: 
http://frauen-schuetzen.at/
                                                                                                                       
Natalie Bayer-Metzler
Plattform Leben  Vorarlberg
6845 Hohenems

Frauen und Zölibat
Zu: Vorstellung von Pfr. Michael Meyer, Kirchenblattnr. 43 vom 25. Okt., S 7 l

Ich bin ja  fast “von Natur” ein ökumenischer Katholik: meine Mutter war zeitlebens eine „Evangelische“. Bei der Vorstellung  des neuen evangelischen Pfarrers Herrn Michael Meyer bin ich allerdings bei einer Bemerkung doch  hängen geblieben: “Evangelische verstehen den Ausschluss von Frauen aus dem kirchlichen Amt nicht - und in unserer Kirche gibt es keinen Zölibat..” Also meine Mutter – sie war freilich kein “Profi” in Sachen Kirche  -  hätte  da nicht im Entferntesten an einen  „Ausschluss der Frauen vom Amt“  gedacht.
Ich fände es eine echt ökumenische Anstrengung,   wenn ein evangelischer Pfarrer sich soweit vertiefen würde ins „Katholische“, dass er diese Ur-Traditionen  des Männerpriestertums und des Zölibats (und erst recht die Verehrung von Heiligen)  in ihrer  Wertigkeit und Bedeutung    (zumindest ein wenig )  verstehen könnte – so wie meine Mutter.
Und ich bin überzeugt:  Wenn man diese  der katholischen Kirche „eigenen“  Traditionen zuerst einmal  einfach respektiert, dann sind  sie  auch zu verstehen;  und zwar ohne  dass  man sie  “nachmachen”   oder   gar reduzieren muss auf  (frauenfeindlichen)  “Ausschluss der Frauen”   und  (katholische) „Verirrungen“ in Sachen Zölibat und Heiligenverehrung. 
Peter Mathei, Pfarrer
6861 Alberschwende

Klarstellung

Aufgrund einiger Anfragen möchten wir folgende Klarstellung treffen. In den VN wurde am 29.10.09 unter dem Titel „Die Hexenkinder in Nigeria“ berichtet, wie Kinder in Nigeria aus religiösen Motiven misshandelt werden, weil sie als sogenannte „Hexenkinder“ gelten. Derselbe Bericht war bereits zu lesen auf Spiegel-Online vom 20.10.09. Im Unterschied zum VN-Artikel findet sich dort allerdings der Hinweis auf die verwendete Quelle.
Das wirklich Irreführende am VN-Artikel ist der eigens gewählte Untertitel: "Wie im Mittelalter: Kirchen bezichtigen Buben und Mädchen der Zauberei". Dieser Untertitel stellt falsche Zusammenhänge her und hat bei manchen die Assoziation geweckt, dass die Katholische Kirche in diese furchtbaren Praktiken verwickelt sei. Das ist nicht der Fall. Im Gegenteil.
Bei den „Kirchen“, die solche Gewalt an Kindern praktizieren, handelt es sich um christlich-fundamentalistische Sekten. Die Katholische Kirche verurteilt nicht nur diese grausamen Verbrechen, sie tritt in den entsprechenden Ländern auch mit Aufklärung und konkreten Hilfestellungen für diese Kinder ein. Im Kongo beispielsweise, finden die betroffenen Kinder Unterschlupf in den Missionen und Orden der Katholischen Kirche. Dort bekommen sie medizinische Versorgung, Nahrung, einen Schlafplatz und eine Schulausbildung.
Expert/inn/en machen vor allem die katastrophale wirtschaftliche Situation vor Ort für die Zunahme von abstrusem Aberglauben in der Bevölkerung verantwortlich.
Bruder Franz Schönberger
Dr. Eva-Maria Schmolly-Melk
Referat für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Katholischen Kirche Vorarlberg, Feldkirch

Gehsteigberatung
Da mir das Thema Lebensschutz zu einem ganz zentralen Anliegen geworden ist und ich mich dem Thema nicht nur theoretisch nähern will, habe ich mich vor einigen Monaten den Gehsteigberatern in Bregenz vor der Abtreibungsklinik angeschlossen. Wir stehen dort an den Beratungs- und Abtreibungstagen der Klinik abwechselnd für jeweils zwei Stunden am Gehsteig und sprechen Hausbesucher und Passanten auf die Thematik der Abtreibung hin an. Da wir ja nicht wissen, wer zur Abtreibungsberatung geht, versuchen wir mit allen Vorbeigehenden ins Gespräch zu kommen. Je nachdem, wie weit das Informationsinteresse geht, verteilen wir Broschüren, Erfahrungsberichte, Bücher oder Videos. 
Den Hauptzweck dieser „Gehsteigberatung“ sehe ich einerseits in der Aufklärung der Bevölkerung und der betroffenen Personen (nicht nur der werdenden Mütter), als auch vor allem um Zeugnis darüber abzulegen, dass es auch Menschen gibt, denen es nicht egal ist, ob es ein kleines Menschenkind mehr oder weniger gibt und wie es den Müttern und Vätern bei der Entscheidung für oder gegen das Kind geht. 
Sicherlich ist es sehr wichtig, wie auf die Menschen zugegangen wird und in welcher Form Hilfe angeboten werden kann, da gibt es gewiss große Unterschiede. Der Dienst der Gehsteigberatung ist aber ein unbezahlbar kostbarer Dienst an den Menschen und der Menschheit und darf deshalb nicht verboten werden.

Werner Harder
6890 Lustenau

Von Marianne Springer veröffentlicht am 11.11.2009

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