von Simone Rinner

Rinner Simone von Simone Rinner


Stille Nacht, heilige Nacht - heißt es in knapp zehn Tagen. Die besinnlichste Zeit des Jahres ist ja angeblich der Advent. Wenn man sich den Trubel auf den Straßen, in den Geschäften und in den Nachrichten ansieht, könnten
einem leise Zweifel kommen.

Auf die Straßen bzw. auf die Barrikaden sind in den letzten Tagen nämlich auch Italiens Frauen gestiegen. „Basta“ lautet das Motto der rund 100.000 Italienerinnen, die sich lauthals für „eine frauenfreundliche Ausgestaltung der Sparbemühungen“ einsetzen. Natürlich ist das Land hochverschuldet, das „Wohlergehen der Frauen“ sei jedoch „keine Ausgabe, sondern eine Investition“. Konkret sind damit eine bessere Integration von Frauen in den italienischen Arbeitsmarkt und mehr Unterstützung für junge Mütter gemeint.

Basta! - rufen die Frauen des vielsagenden Bündnisses „Wann, wenn nicht jetzt“ und sagen klar, dass es ohne sie kein Ausweg aus der Krise geben wird. Das ist keine Drohung, sondern eine Tatsache. „Die Frauen weichen nicht, sie bleiben und sagen, dass sie arbeiten, Kinder haben und im Zentrum des Wachstumsplans stehen wollen“, legen sie ihren Standpunkt fest. Diese Frauen werden im männerdominierten Italien - wie man so schön sagt -  „ihren Mann stehen“. Da bleibt mir für Weihnachten nur noch ein Wunsch: Viel Standfestigkeit!

Von Marianne Springer veröffentlicht am 15.12.2011

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