KirchenBlatt-Reise nach Spanien
Die erste KirchenBlatt-Reise des nächsten Jahres führt vom 19. bis 26. März 2012 nach Spanien. Die Route nimmt ihren Ausgang in Barcelona. Über Loyola, Javier und Avila gelangen die Reiseteilnehmer/innen nach Madrid. Begleitet wird die Reise fachlich und spirituell von P. Reinhold Ettel SJ und Pfarrer Eugen Giselbrecht.
Der Jesuit P. Ettel macht im KirchenBlatt-Gespräch Reiselust:
Was macht für Sie die Faszination Spaniens aus?
Meine ersten Fahrten nach Spanien unternahm ich aus Interesse an unserem Ordensgründer Ignatius von Loyola und am Spanien des 16. Jhdt. Die Geschichte, die Landschaft und die Mentalität in Nord-Spanien zu erleben, hat mir geholfen, manche Andersartigkeit zu verstehen. Aber auch Spanien in der Gegenwart, das südländische Temperament und der Stolz und das Selbstbewusstsein etwa der Katalanen, Madrilenen oder Basken erlebe ich als faszinierend (auch wenn man die Sprache des Landes nicht kennt). Wir sprechen oft einfach von „Spanien“. Faktisch ist es ein Land mit mehreren Sprachen, mit einer Vielzahl von Kulturen und Traditionen. Auch landschaftlich besteht ein großer Unterschied etwa zwischen dem Baskenland und den Küsten im Süden.
Warum kommen gerade aus Spanien so viele Heilige, auf deren Spuren sich die KirchenBlatt-Leser/innen begeben werden?
Die großen, bekannten Heiligen in Spanien lebten im 16. Jahrhundert. Es war eine Zeit starker politischer, kultureller und kirchlicher Umbrüche. Diese Herausforderungen prägten herausragende Persönlichkeiten, die auch weit über ihr Land hinaus bedeutsam wurden. Die vier bedeutenden Heiligen von Loyola, Javier und Avila möchten wir auf dieser Reise entdecken und in ihrer Umwelt kennen lernen. Jede/r von ihnen steht für eine Zeitenwende. Ignatius von Loyola, Franz Xaver und Teresa von Avila sind 1622 von Papst Gregor XV. gemeinsam heiliggesprochen worden und jede/r hat auch in unserer Zeit eine aktuelle Botschaft.
Die beiden Orte, die im Leben des hl. Ignatius bedeutsam waren sind Loyola als Heimat und Manresa als der Ort der tiefen spirituellen Erfahrungen, aus denen die Exerzitien des Ignatius hervorgegangen sind. An diesen Orten konnte ich Gottesdienste feiern, die besonders intensiv und nachhaltig wurden. Auch Avila (die Stadt der hl. Teresa und des hl. Johannes vom Kreuz) und El Escorial (König Philipp II.) zähle ich zu den Plätzen, die mich auf dieser Route besonders berühren.
Worin besteht für Sie die religiöse Dimension des Reisens?
Wenn wir die Spuren der genannten Heiligen aufspüren wollen, wird es nicht allein um die Sehenswürdigkeiten gehen, sondern auch um die Geistigkeit mit ihrem Bezug zur damaligen Zeit. Ich werde aus deren Leben berichten und aus ihren Schriften lesen. An einigen Orten lade ich ein, dass wir einen Gottesdienst feiern oder eine Meditation halten. Auf den Reisen ist auch viel Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zum Erfahrungsaustausch. Ich hoffe, dass es bei den Teilnehmer/innen auf Interesse stößt.
Was möchten Sie unseren Leser/innen noch mit auf den Weg geben?
Aus meinen bisherigen Erfahrungen bei dieser Reiseroute bin ich überzeugt, dass es eine Reise mit vielen Eindrücken und auch sehr persönlichen Erfahrungen wird. Die Reise wird den Einzelnen viel bringen, wenn sie recht unbefangen den Menschen in Spanien begegnen können und staunend und interessiert auch die Lebenssituationen und Ereignisse einer vergangenen Zeit achten können. Vielleicht haben die Leser/innen auch die Gelegenheit, eine Biografie oder ein Buch von einem /einer der genannten Heiligen zu lesen und sich damit einzustimmen.
Programm und Leistungen
Termin: 19. - 26. März 2012
Das Programm im Überblick
1. Tag: Vorarlberg - Barcelona - Stadtrundfahrt (u.a. mit Sagrada Familia von Gaudi).
2. Tag: Klosterberg Montserrat (schwarze Madonna) - Manresa (Exerzitienort des hl. Ignatius
von Loyola) - Lleida.
3. Tag: Zaragoza (kurzer Aufenthalt) - Javier (Geburtsort des hl. Franz
Xaver).
4. Tag: Loyola (Geburtsort des Ignatius, Besichtigung der Basilika und der Casa Loyola) - Azpeita (Kirche von San Sebastian, in der
Ignatius getauft wurde).
5. Tag: Universitätsstadt Salamanca (neue und alte Kathedrale, Dominikanerkloster San Esteban).
6. Tag: Salamanca - Avila (höchstgelegene Stadt Spaniens, Wirkungsort der hl. Teresa von Avila und des Johannes vom Kreuz, Gottesdienst).
7. Tag: El Escorial (Kloster, königliches Schloss, Kirche und Grabstätte zugleich) - Abstecher nach Toledo mit kurzer Rundfahrt (geplant) - Madrid.
8. Tag: Madrid (vormittags: Zentrumsbesichtigung) – Rückreise nach Vorarlberg.
Das Detailprogramm können Sie kostenlos unter T 05522 3485-211 anfordern.
Die Reise wird in Zusammenarbeit mit Nachbaur Reisen / Feldkirch durchgeführt.
Leistungen
- Transfer Vorarlberg - Zürich - Vorarlberg
Linienflüge mit SWISS Zürich - Barcelona bzw. Madrid - Zürich - 20 kg Freigepäck
- Verpflegung an Bord
- Flughafensteuern und Sicherheitsgebühren (Stand 11/11 - Änderungen vorbehalten)
- 7 x Übernachtung / Frühstück in Hotels der 3*/4*-Kategorie (Ausnahme Azpeitia: 2*-Hotel Loiola). Alle Zimmer mit Dusche und WC.
- 6 x Abendessen
- Transfers, Rundreise und Besichtigungen lt. Programm mit örtlichem Komfortbus
- Eintrittsgebühren
- Örtl. Reiseleitung für Besichtigung El Escorial
- Reiseleitung / Führung ab / bis Vorarlberg: P. Reinhold Ettel SJ
Reisebegleitung: Pfarrer Eugen Giselbrecht - Ausführliche Reiseunterlagen
Reisepreis: € 1.495,-
Extras
- Einzelzimmerzuschlag: € 200,-
- MONDIAL Reiseschutz mit Storno Classic: € 63,-
- Trinkgelder für örtliche Leistungsträger
Information und Anmeldung
Bei Herrn Moritz Kopf
T 05522 3485-211
E-Mail kirchenblatt@kath-kirche-vorarlberg.at
Von Marianne Springer veröffentlicht am 06.12.2011

