Die Hungersnot in Ostafrika wird größer und die Lage verschlimmert sich. Caritas-Helfer Florian Lems berichtet von der tristen Lage in Nordkenia.

Vieh verendet

Im Norden Kenias leben Viehnomaden. Ihre Lebensgrundlage sind Ziegen, Schafe und Kamele. Diese sind aufgrund der Wassernot verdurstet. Laut Lems wird dort auch das Trinkwasser knapp, da die nächste Wasserstelle 65 Kilometer entfernt ist. „Eine Distanz, die für die Kamele, die jetzt schon am verdursten sind, kaum zu bewältigen ist“, sagt er.

„Kinder trinken in der Woche einen Becher Wasser“

Laut Florian Lems hat ihm eine Frau berichtet, dass sie jedem ihrer fünf Kinder nur einen Becher Wasser in der Woche zu trinken geben könne. Zum Kochen und Waschen reiche es schon lange nicht mehr. „Mit dem Wasser, das sie nun bekommen hat, hat sie zunächst einmal ihren letzten Mais gekocht“, schildert der Caritas-Helfer den ernsten Zustand.

Caritas versorgt mit Trinkwasser

Lems appelliert: „Wenn sie kein Wasser haben, müssen Nomaden samt Kindern, alten und kranken Menschen ihre Heimat verlassen und tagelange, lebensbedrohliche Märsche in die größeren Orte unternehmen. Vor diesem Schicksal möchten wir sie bewahren.“ Die Caritas versorgt, finanziert mit österreichischen Spenden, gefährdete Gemeinden mit Wasser. Drei Lastkraftwagen fahren durchgehend, um in den nächsten Monaten 1.300 Familien mit Wasser zu beliefern.

 

Von Simon Felizeter veröffentlicht am 10.08.2011

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