Friseur/in, Krankenschwester/pfleger oder Volksschullehrer/in sind nur drei Beispiele für Berufe, die meist von Frauen dominiert werden. Das war schon immer so und wird auch so bleiben, oder? Beim Boysday wird mit diesen alten Rollenbildern, Klischees und Vorurteilen aufgeräumt. Reinschnuppern ist angesagt. In Berufe, die anders sind. Ein interaktiver Informationsnachmittag für Schüler und interessierte Burschen, am Donnerstag, den 10. November.

Reinschnuppern lohnt sich
Bereits zum vierten Mal findet der österreichweite Aktionstag Boys Day des Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz statt, der Buben und männliche Jugendliche informieren und unterstützen soll, ein breiteres Feld an Berufen kennen zu lernen. Insbesondere Berufsfelder wie Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Krankenhäusern oder Sozial- und Gesundheitseinrichtungen zählen eher zu den weiblichen Gebieten. Um auch Buben ´"typisch weibliche" Berufe schmackhaft zu machen und ihnen Einblick in das Berufsfeld zu geben, stellen Einrichtungen und PartnerInnen in ganz Vorarlberg Schnupperstellen zur Verfügung. Im Rahmen werden über 30 Schnupperstellen an diversen sozialen Einrichtungen sowie weitere 30 Kindergartenschnupperplätze  angeboten. Zudem finden sich beim Boys Day über 70 Schnupperstellen an Volksschulen.

Krankenpfleger - ein erfüllender Beruf
"Es ist absolut ein Beruf, der von Frauen dominiert wird", erklärt der 25-jährige Gerhard Tschapeller. Er befindet sich in der Krankenpflegeschule in Feldkirch im letzten Ausbildungsjahr. "Geld verliert seine Bedeutung, wenn man am Morgen aufsteht, sich im Spiegel betrachtet und sagen muss, dass das was man macht nicht das Richtige ist", beschreibt Tschapeller seine Beweggründe Pfleger zu werden. "Und man kann prozentual so wie man will arbeiten,  23, 50 oder 70%. Diese Flexibilität macht den Job ebenfalls für viele interessant",  führt er aus.

Das gesamte Interview mit Gerhard Tschapeller zum Nachlesen finden Sie hier.


Volkschullehrer - es kommt wahnsinnig viel zurück von den Kindern
"Man verdient verhältnismäßig wenig als Mann", gibt Fabian Willi kommt aus dem Montafon zu, "Aber wenn dann die Kinder am Ende eines Schultages ihre Freude zeigen oder sagen, dass es ihnen gefallen hat, wenn man beobachten kann, wie viel sie mitgenommen haben, wird man für alles entlohnt", hebt er die Vorzüge hervor. Seit 2009 ist Willi Volkschullehrer in Nüziders. Eine Entscheidung die er nicht bereut hat, obwohl er kurz vor der Inskription für das Jus-Studium stand. Eine Entscheidung aus dem Herzen heraus.

Das gesamte Interview mit Fabian Willi zum Nachlesen finden Sie hier.


Mehr Informationen zum Boys Day finden Sie auf der Homepage: www.boysday.at

Von Simone Rinner veröffentlicht am 07.11.2011

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