Die Caritas startete eine Online-Petition gegen Nahrungsmittel-Spekulation. Die Bundesregierung soll sich international für Beschränkungen der Börsespekulationen mit Grundnahrungsmitteln einsetzen.

Spekulationen mitverantwortlich für Hunger

Caritas-Auslandshilfechef Christoph Schweifer erklärte in einer Aussendung, dass Finanzspekulationen auf Nahrungsmittel, neben Dürren in den Getreideanbaugebieten der USA und Russlands, wesentliche Gründe seien für extreme Preissteigerungen und -schwankungen bei Grundnahrungsmitteln. „Sie sind damit mitverantwortlich für das Entstehen von Hunger. Für Familien in Entwicklungsländern, die weit mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Lebensmittel aufwenden müssen, ist das fatal.“

Ziel der Online-Petition

Die Caritas erhöht nun den Druck auf die Politik, Maßnahmen gegen die massiv steigenden Lebensmittelpreise auf den Weltmärkten zu setzen. Am Dienstag startete die Hilfsorganisation eine Online-Petition mit dem Titel „Ernährung muss leistbar sein - Stopp die Spekulation auf Nahrungsmittel“ gegen exzessive Börsenspekulationen mit Grundnahrungsmitteln. Ziel ist, dass sich die österreichische Bundesregierung im Rahmen der Verhandlungen zur Reform der europäischen Finanzmarktrichtlinie für die strikte Beschränkung von Termingeschäften mit Nahrungsmitteln, ein Verbot von Investmentfonds an den Agrarrohstoffmärkten und mehr Transparenz an den Agrarrohstoffbörsen einsetzt. "Wir wollen klare und transparente Regeln, die verhindern, dass die Gewinne der Spekulanten zur Hungerfalle für die Ärmsten werden", betonte Schweifer.

Auf der Homepage www.stopp-spekulation.at erhält man weitere Informationen und die Online-Petition kann unterzeichnet werden.

Von Katrin Kranz veröffentlicht am 26.07.2012

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