Erwachsenenbildung steht derzeit besonders hoch im Kurs. Um nicht nur Quantität, sondern auch Qualität zu sichern, wir auch heuer wieder der österreichische Staatspreis für Erwachsenenbildung vergeben. In der Kategorie "Innovation" rangiert auch ein Angebot aus Vorarlberg auf einem der drei Plätze: Die Tage der Utopie
Eines der größten Bildungsfestivals der Bodenseeregion - die Tage der Utopie - wurde für den Staatspreis Erwachsenenbildung 2011 nominiert. Das Festival für Zukunftsbilder und Neue Musik in Götzis zählt in der Kategorie Innovation zu den insgesamt drei Anwärtern.
Vier Kategorien
Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) verleiht jährlich den Österreichischen Staatspreis für Erwachsenenbildung in vier Kategorien:
Kategorie ErwachsenenbildnerIn 2011: Schwerpunkt Bildungsberatung
Kategorie Innovation 2011
Kategorie Themenschwerpunkt 2011: Freiwilligentätigkeit in der Erwachsenenbildung
Kategorie Wissenschaft und Forschung 2011 - Gesamtwerk
Innovation
In dieser Kategorie werden außerordentliche und wegweisende Bildungsangebote, Konzepte, Initiativen und Projekte für Erwachsene, die bereits oder aktuell erfolgreich umgesetzt wurden oder werden, gewürdigt. "Die innovative Kraft dieser Angebote und Maßnahmen kann im Ideenreichtum ihrer Didaktik und Methodik, in der Originalität ihres Zugangs und der Erschließung neuer Zielgruppen, in der Erweiterung bereits bestehender Kompetenz- bzw. Qualifikationsprofile, in der Entwicklung neuartiger Curricula und/oder in ihren impulsgebenden Transferleistungen liegen", heißt es auf der Homepage der Erwachsenenbildung.
Und wie gehts jetzt weiter?
Nachdem die Projekte eingereicht und eine Jury die jeweils besten drei Einreichungen pro Kategorie ausgewählt hat, wurden die Nominierungen nun veröffentlicht. Mittels Online-Publikumsvoting können die User bis 16. Oktober bestimmen, wer das Preisgeld von 5000 Euro bekommen soll. Das Ergebnis des Publikumsvotings ist gleichrangig mit der Stimme eines Jury-Mitgliedes. Im Rahmen einer festlichen Gala werden im November in Wien die Sieger bekannt gegeben.
Alle zwei Jahre präsentieren die "tage der Utopie" seither ungewöhnliche Entwürfe, Ideen und Konzeptionen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Im Jahr 2011 fanden sich 1.300 TeilnehmerInnen im Bildungshaus St. Arbogast ein und besuchten die zahlreichen Workshops, Vorträge, Ausstellungen und abendlichen Konzerte. Zentraler Ansatz ist, nicht bei der Kritik des Bestehenden zu verweilen, sondern diese in konstruktive Zukunftsbilder zu verlängern und weiterzudenken und somit die Vision als Werkzeug gesellschaftlichen Diskurses zu nützen.
Von Simone Rinner veröffentlicht am 23.09.2011
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