Junge Menschen aus allen Kontinenten der Welt treffen sich am Pfingstwochendende in dem kleinen Ort in Frankreich. Auch aus Vorarlberg machten sich über 100 Menschen auf den Weg um jenen Geist zu erleben, der schon seit Jahrzehnten zu begeistern vermag.
Kaum eine Gemeinschaft versinnbildlicht Pfingsten so sehr wie die Communauté de Taizé: die Verständigung trotz unterschiedlicher Sprachen, die Versöhnungskirche, das gemeinsame Gebet und schließlich das Zusammenleben von Menschen, die unterschiedlichen christlichen Kirchen zugehören. Taizé ist eine Reise wert und verführt viele zum Wiederkommen.
Ob die Jugendlichen aus Vorarlberg auch wieder kommen, wird sich zeigen. Viele von ihnen sind Firmlinge und das erste Mal in Taizé. Was sie dort erwartet, wissen sie so ungefähr: gemeinsames Beten und Singen in der Kirche, Gesprächsrunden, einfaches Essen, Übernachten in Zelten. Wie sich das ganze dann aber anfühlt, welche Begegnungen sich ereignen, welche Fragen sich stellen oder beantworten werden in diesen Tagen - das alles kann nicht geplant und vorausgesagt werden.
Begleitet werden die jungen Menschen von Jugendseelsorger Dominik Toplek, der mit seinem Team, Johannes Grabuschingg und Pete Ionian, schon viel Taizé-Erfahrung mitbringt. Zudem haben sich aus den einzelnen Pfarren Personen zur Verfügung gestellt, die die Jugendlichen begleiten. Insgesamt ist die Gruppe eine Mischung aus Neulingen und solchen, die schon jahrelang nach Taizé fahren. Auch aus Tirol und Oberösterrich haben sich zwei Jugendgruppen der Vorarlberger Gruppe angeschlossen.
Bei der Begleitung achtet das Team darauf, den jungen Menschen viel Freiheit zu lassen. Zwänge gibt es keine, "wir legen ihnen die Gebetszeiten und Gesprächrunden aber ans Herz", erzählt Johannes Grabuschingg. Die Offenheit der Teilnehmenden ist groß und die Gesänge und die Stille in der Kirche hat schon viele begeistert. Sogar für Putz- und Aufräumdienste waren sich die Jugendlichen bisher nicht zu schade.
Zur Communauté de Taizé gehören heute ca. 130 Brüder aus 25 verschiedenen Ländern. Geleitet werden sie von Frère Alois, der 2005 dem Gründer der Gemeinschaft, Frère Roger, nachgefolgt ist. Die Brüder leben ausschließlich von dem, was sie aus ihrer eigenen Arbeit erwirtschaften, Spenden und Schenkungen nehmen sie nicht entgegen. Die Communauté hat es sich zum Ziel gemacht, "konkretes Zeichen der Versöhnung unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern" zu sein.
An vielen Orten wird der Geist von Taizé in Form von Taizé-Gebeten in die Welt getragen. An welchen Orten in Vorarlberg es Taizé-Gebete gibt, finden Sie hier.
Von Patricia Begle veröffentlicht am 24.05.2012
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