Die von Realität blockierte Vision

Die Moderatoren Jutta Berger (Der Standard) und Thomas Matt (Vorarlberger Nachrichten) stellten die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vor.

Vision Vorarlberg im Jahr 2030

Thomas MattIn dieser Arbeitsgruppe, geleitet von Thomas Matt, wurde erkannt, dass Vorarlberg aus der Landtagswahl mit großen Verletzungen herausgegangen ist. Resultat: Es brauche einen Landesrat für Migration, verwirklichbar vielleicht sogar schon in fünf Jahren, es brauche weiters einen Schulterschluss der vernünftigen Kräfte.

Das Zulassen von Arbeitslosigkeit führte dazu, dass soziale und ökologische Interessen nach hinten gerückt wurden. Beim Thema Bildung wurde festgestellt, dass eine Universität in Vorarlberg fehle. Im gesellschaftlichen Bereich herrsche nach wie vor die Ausgrenzung vor. Umweltthematisch wurde die Althaussanierung genannt, der öffentliche Verkehr müsse ausgebaut werden. Im Bereich der Energie wurde festgestellt, dass es einen Landtagsbeschluss gebe, 2050 autark zu sein.

Mögliche Kooperationen und Vernetzungen

Jutta BergerDiese Arbeitsgruppe, geleitet von Jutta Berger, beschäftigte sich mit der aktuellen Situation in Vorarlberg. Vertreter von Organisationen wie Ökoprofit, Kairos, Connexia, efz, Südwind und vielen anderen entdeckten eine Gemeinsamkeit: sie arbeiten seit Jahren mit zeitlicher und personeller Überforderung. Anders ausgedrückt: sie sind wenige und tun viel.

Verstärkt solle die Vernetzung von Schule und Wirtschaft werden, wurde festgestellt. Was brauchen die Organisationen zur Vernetzung? Beispielsweise Unterstützung durch Projektmanagement, darüber hinaus könnten sich Unternehmen in die Vernetzung einbringen. Derzeit wird in Vorarlberg an einem Netzwerk-Portal gearbeitet, das sich im speziellen mit der Energie befasst. Die Idee des Netzwerk-Portals könne auch auf alle anderen Lebensbereiche übernommen werden. Dazu brauche es eine „gesunde Finanzierung“, die beispielsweise vom Land kommen könne. Darüber hinaus wäre die Gründung eines „Netzwerk-Hauses“ sinnvoll.