Egal ob Fruchtsaft, Rosen, Schokolade, Kaffee oder Bananen - "faire" Produkte scheinen den ÖsterreicherInnen immer besser zu "schmecken". Und zwar so gut, dass der Absatz fair gehandelter Produkte 2011 die 100 Mio. Euro - Schallmauer durchbrach. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Zuwachs von 15 Prozent.

Die Absatzkurven sind eindeutig: Österreicher setzen immer stärker auf "faire" Produkte. Insbesondere Produkte wie Rosen, Fruchtsaft und Schokolade trugen bedeutend zum Wachstum von 15 Prozent bei. Bei Kaffee sorgten insbesondere die Eigenmarken im Lebensmitteleinzelhandel für beachtliche Zuwächse.

Über 100 Millionen ...
„Es ist erfreulich, dass faire Produktionsbedingungen für die österreichischen KonsumentInnen ein immer größeres Anliegen sind. Im Jahr 2011 haben sie mit ihrem täglichen Einkauf erstmals für fair gehandelte Umsätze von über 100 Mio. € (+15 Prozent) gesorgt“, freut sich Hartwig Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich.

Die "Ladentheke"
Doch was ging nun am besten bzw. meisten über die Ladentheke? Ein Produkt mit enormem Zukunftspotential sei Reis, hält Kirner fest und führt Zahlen an: Hier konnte ein Absatz von 350 Tonnen verzeichnet werden - das entspricht einem Wachstum von 116 Prozent. Aber auch andere Produkte sind sehr gefragt: FAIRTRADE-Rosen (+36 Prozent auf 32,5 Mio. Stiele), -Schokolade (+8 Prozent auf 567 Tonnen), -Fruchtsaft (+16 Prozent auf 6,4 Mio. Liter) oder FAIRTRADE-Kaffee (+7 Prozent auf 1.488 Tonnen) beispielsweise.

Umsatzentwicklung Fairtrade 2012

Und "Fairtrade" bedeuetet ...?
"Fairtrade" handelt als unabhängige Siegelinitiative nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Siegel für fair gehandelte Produkte. Das "Fairtrade"-Gütezeichen garantiert menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung, fördert ökologische Produktionsweisen, schafft Marktzugänge für Kleinbauernorganisationen und gewährleistet Transparenz in den Herstellungs- und Handelsbedingungen.

Wer profitiert davon?
Mehr als 905 zertifizierte Produzentenorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die allein über den österreichischen Markt mehr als 22 Millionen USD (+19% im Vorjahresvergleich) Producer Benefit (bestehend aus FAIRTRADE-Mindestpreis, FAIRTRADE-Prämie und Bio-Aufschlag) erhalten haben, profitieren davon. Die in diesen Geldern enthaltene FAIRTRADE-Prämie wird überwiegend dazu genutzt, die medizinische Versorgung, Bildung und soziale Einrichtungen zu verbessern, um eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu unterstützen.

Die Umsatzentwicklung 2011 nach Produktgruppen auf einen Blick finden Sie auf der Seite von Fairtrade Österreich.

Von Simone Rinner veröffentlicht am 26.04.2012

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