Vor kurzem hat die Caritas eine Online-Petition gegen Börsespekulationen mit Grundnahrungsmitteln gestartet. Diese Spekulationen sind mitverantwortlich für die Hungersnot. Auch Caritas-Auslandshilfechef Schweifer warnte nun, zum Start der Augustsammlung, vor der sich verschärfender Hungersnot in der Sahelzone.

Die heuer zum 40. Mal durchgeführte Augustsammlung steht unter dem Motto "Für eine Zukunft ohne Hunger". Die gesammelten Gelder kommen zur Gänze den Bedürftigen vor Ort zu Gute - so unterstützt etwa die Caritas rund 350 Projekte in Äthiopien, dem Senegal, Burkina Faso, Niger, Pakistan oder im Südsudan. Mit ihrer Hilfe erreicht die Caritas Österreich über eine Million Menschen.

Rasches Handeln wichtig

Angesichts der massiven Hungersnot in der Sahelzone, die rund 18 Millionen Menschen betreffe, müsse rasch gehandelt werden. Die massiv gestiegenen Nahrungsmittelpreise erschwerten dabei die Arbeit der Hilfsorganisationen, so Schweifer bei einem Pressegespräch am Donnerstag in St. Pölten aus Anlass des Starts der Augustsammlung.

Auswirkungen

Die Gründe für die Hungersnot in der Sahelzone seien vielfältig, führte Schweifer aus. Zum einen sei die letzte Regenzeit nur sehr kurz und unergiebig ausgefallen. Wie die Ernte im Oktober aussieht, könne man noch nicht abschätzen: da und dort gebe es zwar Regen, in anderen Gebieten sei es aber trocken geblieben. Überdies seien Hunderttausende Flüchtlinge aus Mali zu versorgen, so Schweifer.

Gegen Nahrungsmittelspekulationen

Hinzu kämen exorbitant gestiegene Getreidepreise, so Schweifer, der in diesem Zusammenhang die Spekulation auf Nahrungsmittel kritisierte. Die Caritas bekräftigte ihre Forderung nach einer Erhöhung des Budgets für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und forderte zugleich einen internationalen Schulterschluss gegen Nahrungsmittelspekulation.

Erst am Dienstag hatte die Caritas eine Online-Petition gegen exzessive Börsespekulationen mit Grundnahrungsmitteln gestartet. Ziel ist es, dass sich die österreichische Bundesregierung für die strikte Beschränkung von Termingeschäften mit Nahrungsmitteln, ein Verbot von Investmentfonds an den Agrarrohstoffmärkten und mehr Transparenz an den Agrarrohstoffbörsen einsetzt.

"160 Zeichen gegen den Hunger"

Parallel dazu läuft auch eine Caritas-Aktion, mit der ÖsterreicherInnen aufmerksam gemacht werden sollen, dass ihr persönlicher Lebensstil Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssituation hat. Unter dem Motto "160 Zeichen gegen den Hunger" werden einen Monat lang täglich eine SMS oder ein E-Mail an die AbonnentInnen mit einer konkreten Anregung versendet, die mithilft, im eigenen Umfeld, Umwelt und globale Ressourcen zu schonen. Wer sich beteiligen will, kann den Newsletter kostenlos abonnieren. (red/kathpress)

(Caritas-Spendenkonto: Raiba 40.006, BLZ 37422 bzw. Online-Spenden und Anmeldung zur Aktion "160 Zeichen gegen den Hunger" unter www.caritas-vorarlberg.at)

http://www.zukunft-ohne-hunger.at/aktivwerden

Von Katrin Kranz veröffentlicht am 01.08.2012

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