Wie feiert ein Papst Geburtstag, noch dazu seinen 80ten? Mit einem rauschenden Fest, tausenden Gästen und vielen Geschenken? Nein, zumindest nicht Papst Franziskus. Der bevorzugt einen Gottesdienst - abgesehen davon werde der Samstag ein normaler Arbeitsag, so der Vatikan.

Dreieinhalb Jahre ist Jorge Mario Bergoglio nun schon Papst und hat in dieser Zeit schon vieles bewirkt. "Bis heute lebt er bescheiden im Gästehaus des Vatikans, mitten unter den Anderen. Kein großes Auto, ein einfacher Lebensstil. Nach seiner Wahl setzte er sich zu uns in den Bus und schickte den großen Mercedes weg", hebt Kardinal Christoph Schönborn hervor und reiht sich in die lange Schlange der GratulantInnen ein. Und wenn man sein Pontifikat mitverfolgt hat, überrascht es auch nicht, dass Papst Franziskus seinen Geburtstag nicht groß feiern will.

Ein Tag wie jeder andere

Keine offizielle Festlichkeiten sondern ein Gottesdienst im Apostolischen Palast mit den in Rom anwesenden Kardinälen soll es sein. Ansonsten werde der 17. Dezember ein ganz normaler Arbeitstag. Der Gottesdienst wird übrigens live ab 7.55 Uhr von Radio Vatikan übertragen - wer von zu Hause aus "mit dabei" sein möchte, kann dies per Vatican Player tun.  Indes treffen aus allen Teilen der Welt Gratulationen ein. Denn der Vatikan hat eigens zu seinem Geburtstag am Samstag E-Mail-Adressen für Glückwünsche in sieben Sprachen eingerichtet. Zusätzlich werden unter dem Hashtag #Pontifex80 auf Twitter Glückwünsche gesammelt. Der Sender Radio Vatikan bietet außerdem die Möglichkeit, Franziskus Geburtstagsgrüße in Form von Fotos, Videos oder Audiodateien zu übermitteln.

Herz öffnen

Bei der Generalaudienz hielt Franziskus eine Advents-Katechese ab und wünschte abschließend den Gläubigen im deutschsprachigen Raum ein "glückliches und gesegnetes Weihnachtsfest". Er rief auf, das Herz zu öffnen für das Wunderbare und Überraschende von Weihnachten. Gott werde ein armes und schwaches Kind und gebe seine Erhabenheit auf, "um jedem von uns nahe zu sein". Er wende sich dem Menschen immer neu zu, "um uns von allem zu befreien, was das schöne Ebenbild Gottes in uns verzerrt".

Papst Franziskus kam am 17. Dezember 1936 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zur Welt. Am 13. März 2013 wurde er zum 266. Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt. Laut dem US-Magazin „Forbes“ ist Papst Franziskus im diesjährigen Ranking die fünftmächtigste Person der Welt.

Übrigens: Am 17. Dezember erfolgt die Erstausstrahlung des hochwertigen und packenden Spielfilms "Der Jesuit- Papst Franziskus". Der Film wird unter diesem Link vom 17.12. bis zum 24.12.2016 zur Verfügung stehen.