Hut ab, Vorarlberg: Als einziges österreichisches Bundesland registrierten die Kirchenstatistiker hier Wahlbeteiligungszuwächse. Bei der gestrigen Pfarrgemeinderatswahl wurden österreichweit in 3.000 Pfarren 28.000 Mandate vergeben, von denen etwa die Hälfte an neue KandiatInnen gehen.

Frischer Wind

Auch, wenn ein auf zehn Prozent gestiegener Anteil von Unter-Dreißig-Jährigen nicht viel am Durchschnittsalter in den Pfarrgemeinderäten ändert (50 Jahre 2012, 52 Jahre 2017), kann ideell von einer Verjüngung der Gremien gesprochen werden.

Frauen vorn

Und von einer kleinen Frauenbewegung: 67 Prozent weibliche Pfarrgemeinderatsmitglieder sind es zukünftig im Ländle, ebenfalls gut 60 Prozent im Bundesdurchschnitt. Die Basis der patriarchalen katholischen Kirche ist also mehrheitlich in Frauenhand.

Kein einheitlicher Trend bei der Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung fiel regional verschieden aus: Im Burgenland war sie erneut am höchsten, die Erzdiözesen Wien und Salzburg sowie die Diözesen Klagenfurt, Linz, St. Pölten, Eisenstadt und Innsbruck verzeichneten leichte Rückgänge. Zumindest in Salzburg geht man davon aus, mehr Teilzeitchristen mobilisiert zu haben: „Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist in den letzten Jahren gesunken“, wird die dortige PGR-Referentin Klaudia Achleitner zitiert, „trotzdem haben wir hinsichtlich der Wahlbeteiligung ein leichtes Plus verzeichnen können. Der Wunsch der Gesellschaft, Kirche mitzugestalten, ist da“, so Achleitner.

Endergebnisse Ende der Woche

Mit den amtlichen Endergebnissen wird zum Ende der Woche gerechnet – wenn also auch in den Pfarren, in denen Urwahlen stattgefunden haben, die Stimmen ausgezählt sind und die Gewählten ihre Wahl angenommen haben. (kathpress/red)