Von einem neuen Kopf für die vatikanische Glaubenskongreagtion bis zur ersten österreichweiten GlaubensApp: Ein Blick zurück aufs zweite Halbjahr 2017.

Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Juli

1. Juli - Erzbischof Luis Francisco Ladaria Ferrer (73) wird vom Papst zum neuen Präfekten der Römischen Glaubenskongregation ernannt. Der spanische Jesuit folgt auf Kardinal Gerhard Ludwig Müller, dessen fünfjährige Amtszeit nicht verlängert wird. Mehr dazu »

9. Juli - Der 65-jährige Hansjörg Hofer wird im Salzburger Dom zum Bischof geweiht. Papst Franziskus hatte den bisherigen Generalvikar der Erzdiözese Salzburg am 31. Mai zum Weihbischof ernannt. Den Menschen "neu zu sagen, wer dieser Christus ist", erachte er für die bischöfliche Sendung als wesentlich, "da Christus die Herzmitte und das Fundament unseres Glaubens ist", sagt Hofer mit Blick auf seinen Wahlspruch "Ad christum" (Zu Christus hin). Als Bischof wolle er vor allem mithelfen, "die Freude an Gott wachzuhalten und zu vertiefen".

10. Juli - Mehr als 900 Millionen Euro - um rund 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr - hat die Caritas Österreich 2016 für bedürftige Menschen aufgewendet. Den überwiegenden Teil ihrer Mittel lukrierte die Caritas aus Entgelten für Dienstleistungen aus öffentlichen Mitteln. Die Spendenbilanz beläuft sich auf knapp 90 Millionen Euro.

11. Juli - Der Papst ändert die Regeln für Selig- und Heiligsprechungen. Neben dem Martyrium führt er die aufgrund von Nächstenliebe erfolgte "Hingabe des Lebens" als neuen Tatbestand auf dem Weg zu einer Selig- und Heiligsprechung ein.

14. Juli - Der Papst fordert für alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dies sei "ein Grundrecht, das jede Gesellschaft garantieren" müsse, betont er in einer Botschaft an einen Kongress über die Enzyklika "Laudato si" in Rio de Janeiro.

23. Juli - Anhaltender Pilger-Boom auch in Österreich: Der Salzburger Pilgerexperte Anton Wintersteller berichtet zum Weltpilgertag, dass das laufend wachsende heimische Pilgerwege-Netz, bereits eine Gesamtlänge von mehr als 3.500 Kilometern aufweist. Mehr dazu »

28. Juli - Mit einem gemeinsamen, fünfminütigen Geläut von tausenden Kirchenglocken im ganzen Land zur Sterbestunde Jesu um 15 Uhr erinnert die katholische Kirche in Österreich daran, dass weltweit Millionen Menschen vom Hungertod bedroht sind. Mehr dazu »

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August

10. August - Trauer um Ruth Pfau: Die in Pakistan tätige Ordensfrau und Lepraärztin stirbt in Karachi im 88. Lebensjahr. Mehr dazu »

17. August - Islamistische Attentäter töten bei Terroranschlägen in Barcelona und Cambrils 15 Menschen. Der Großteil der Opfer stirbt, als ein Lieferwagen auf der Flaniermeile La Rambla in die Menschenmenge rast. Der Papst verurteilt den Angriff als "unmenschlich". Die blinde Gewalt stelle eine "schwerste Beleidigung des Schöpfers" dar. Später wird bekannt, dass die Terroristen eigentlich Bomben an mehreren Orten Barcelonas zünden wollten, darunter an der weltberühmten Basilika Sagrada Familia.

21. August - Nach 18-jähriger Pause reist erstmals wieder ein vatikanischer Kardinalstaatssekretär nach Moskau: Pietro Parolin wird bei seinem dreitägigen Besuch u.a. vom russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill und Staatspräsident Wladimir Putin empfangen.

24. August - Papst Franziskus schließt eine Rückkehr zur alten lateinischen Messe aus. Die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sei "unumkehrbar", sagt er vor Teilnehmern einer liturgiewissenschaftlichen Tagung in Rom.

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September

1. September- Die Bibelwissenschaftlerin Elisabeth Birnbaum übernimmt die Leitung des auf die Verbreitung von biblischer, bibelwissenschaftlicher und bibelpastoraler Literatur spezialisierten Österreichischen Bibelwerks. Sie löst den langjährigen Direktor Msgr. Wolfgang Schwarz ab.

4. September - Einen selbstkritischen Blick auf die heute oft als "verstaubt" und "abgehoben" wahrgenommene Sprache der Kirche wirft die Diözese Feldkirch in ihrem zweitägigen Herbstsymposion im Bildungshaus St. Arbogast. Mehr dazu »

6. bis 11. September - Den Kriegspfad verlassen und den Weg in eine friedliche Zukunft einschlagen: Der Appell, den der Papst während seiner Kolumbien-Reise wieder und wieder an die Kolumbianer richtet, ist unmissverständlich. Die Aufrufe zu Vergebung, Versöhnung und Frieden dominieren den sechstägigen Besuch, der Franziskus u.a. nach Bogota, Villavicencio, Cartagena und die Drogenkartell-Hochburg Medellin führt. Emotionaler Höhepunkt ist eine Begegnung mit Gewaltopfern und Ex-Guerilleros bei einem nationalen Versöhnungstreffen.

8. September - Im Rahmen eines "Marshallplans für Afrika" soll Österreich in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Euro in die Entwicklungshilfe für Afrika investieren. Das fordern Hilfsorganisationen und entwicklungspolitische NGOs, darunter Caritas, Diakonie und die AG Globale Verantwortung, bei einer Pressekonferenz in Wien.

9. September - Wenn Texte für Gottesdienste aus dem Lateinischen neu übersetzt werden, sollen Bischofskonferenzen dabei künftig mehr Einfluss haben: Das ordnet Papst Franziskus mit dem neuen Dekret "Magnum principium" an und ändert damit einen entsprechenden Kanon des Kirchenrechts.

12. September - Mit einer Absage an Krieg, Terrorismus und religiös begründete Gewalt geht das Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft Sant'Egidio mit rund 5.000 Teilnehmern in Münster und Osnabrück zu Ende. Vertreter zahlreicher Kirchen und Religionen fordern in einem gemeinsamen Appell neue "Wege des Friedens".

19. September - Ein schweres Erdbeben in Mexiko kostet 370 Menschen das Leben. Besonders tragisch: Ein wegen der Erdstöße einstürzendes Kirchendach begräbt im Bundesstaat Puebla eine Taufgesellschaft unter sich. Acht Menschen sterben, unter ihnen auch das erst wenige Monate alte Mädchen, das getauft werden sollte.

19. September - Papst Franziskus gründet ein neues Päpstliches Theologisches Institut für Ehe und Familie. Mit dem Erlass "Summa familiae cura" (Die größte Sorge um die Familie) setzt er das bisherige "Institut Johannes Paul II. für Studien zu Ehe und Familie" auf neue Gleise. Die der Päpstlichen Lateranuniversität angegliederte Einrichtung soll demnach die Arbeit der jüngsten Familiensynoden sowie des Lehrschreibens "Amoris laetitia" zu Ehe und Familie von 2016 fortführen.

24. September - Konservative Kritiker des Papstes veröffentlichen im Internet den Text einer förmlichen "Zurechtweisung" ("Correctio"). Sie werfen Franziskus vor, in seinem Schreiben "Amoris laetitia" auf "direkte oder indirekte Weise" häretische Standpunkte zu Ehe, Moral und Sakramentenlehre zu vertreten.

29. September - Die kirchlichen Hilfswerke Österreichs haben 2016 mit insgesamt 102,3 Millionen Euro Projekte der Entwicklungszusammenarbeit gefördert. Das geht aus dem neuen Jahresbericht der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) hervor.

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Oktober

3. Oktober - Vertreter der Kirchen und Religionen in Österreich kommen auf Einladung von Bundespräsident Van der Bellen zu einem Austausch in die Wiener Hofburg. Das Staatsoberhaupt bekennt sich in seiner Ansprache zum konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und würdigte das soziale Wirken der Religionsgemeinschaften im Land.

5. Oktober - Laut einer vom Sozialministerium beauftragten Ifes-Studie engagieren sich von den 8,8 Millionen Einwohnern in Österreich 3,5 Millionen freiwillig und unbezahlt in Organisationen und Vereinen oder informell in der Nachbarschaftshilfe; rund fünf Prozent - also etwa 440.000 - tun dies im kirchlichen oder religiösen Bereich.

6./7. Oktober - Die Telefonseelsorge Österreich feiert mit einem großen Fest in Wien und einer internationalen Tagung über die "Kunst des Zuhörens" ihr 50-jähriges Bestehen. Auch Kardinal Schönborn dankt den 800 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die bundesweit unter der gebührenfreien Telefonnummer 142 erreichbar sind, für ihren "selbstlosen Einsatz von Mensch zu Mensch". Mehr dazu »

11. Oktober - Papst Franziskus knackt beim Kurznachrichtendienst Twitter die Marke von 40 Millionen Followern.

15. Oktober - Der Papst kündigt für Oktober 2019 eine Amazonien-Synode in Rom an. Das Sondertreffen katholischer Bischöfe aus aller Welt soll sich vor allem mit neuen Wegen der Glaubensverkündigung an indigene Völker befassen. Diese würden oft vergessen und seien von den Umweltproblemen im Amazonasgebiet bedroht, sagt Franziskus beim Angelusgebet auf dem Petersplatz.

15. Oktober - Die Nationalratswahl bringt der ÖVP mit 31,5 Prozent der Stimmen Platz eins in der Wählergunst. Die SPÖ erreicht 26,9 Prozent, die Freiheitlichen 26 Prozent. Im nächsten Parlament sind außerdem die NEOS (5,3 Prozent) und die Liste Pilz (4,4 Prozent) vertreten, die Grünen schaffen die Vier-Prozent-Hürde nicht. Caritas-Präsident Landau ruft noch am Wahltag zu einer "Abrüstung der Worte" in Österreich auf. Es dürfe "bei aller politischer Auseinandersetzung der Respekt vor dem Anderen und die Achtung vor der Würde der Person nie in den Hintergrund treten". Das Land brauche dringend Veränderungen, diagnostiziert die Präsidentin der Katholischen Aktion, Gerda Schaffelhofer, zum Wahlausgang. "Zuallererst" aber sei ein Wandel in der politischen Kultur und im politischen Stil nötig, betont sie: "Dieser Schmutzkübelwahlkampf ist Gott sei Dank zu Ende."

17. Oktober - Der Theologe Paul Zulehner und der Religionsphilosoph Tomas Halik starten unter dem Titel "Pro Pope Francis" eine internationale Initiative, die den Papst und dessen "Pastoralkultur" der Barmherzigkeit gegen innerkirchliche Kritiker verteidigen will. Binnen kurzer Zeit erklären mehrere Zehntausende Menschen ihre Unterstützung. Zuletzt sei der Eindruck entstanden, dass es nur noch papstkritische Stimmen in der Kirche gebe, dabei existiere eine "große, schweigende Unterstützung" für den Papst, meint Zulehner mit Blick auf Reaktionen zum Schreiben "Amoris laetitia". Mehr dazu »

24. Oktober - Der Reformationsempfang im Wiener Musikverein ist offizieller Höhepunkt der Feierlichkeiten der evangelischen Kirchen in Österreich zum Jubiläum "500 Jahre Reformation". Luther habe mit seinen 95 Thesen eine Aufbruchstimmung in Europa angestoßen, deren Auswirkungen bis heute zu spüren seien, sagt der lutherische Bischof Bünker im Beisein u.a. von Bundespräsident Van der Bellen und vielen weiteren Vertretern aus Kirchen, Politik, Kultur, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Kardinal Schönborn betont in seinem Grußwort, Luther habe nicht die Gründung einer neuen Kirche oder Konfession im Sinn gehabt "sondern allein das Zeugnis für die Kraft des Evangeliums hat ihn bewegt". "Die Reformation als Sprachereignis" betrachtet die Berliner Schriftstellerin und Religionswissenschaftlerin Sibylle Lewitscharoff in ihrer viel beachteten Festrede.

25. Oktober - Ein Feierreigen begleitet die Katholische Jungschar durch das Jahr 2017: Die mit rund 70.000 Kindern zwischen 6 und 14 Jahren größte österreichische Kinderorganisation begeht ihren 70er landesweit mit Festveranstaltungen und Kinderfesten in den Diözesen. Schauplatz der bundesweiten Feier zum Abschluss des Jubiläumsjahres ist das Priesterseminar Linz.

25. Oktober - Zehn Jahre nach der Seligsprechung von Franz Jägerstätter, der im Zweiten Weltkrieg aus Glaubensgründen den Kriegsdienst verweigerte und dafür vom NS-Regime hingerichtet wurde, gründet die Katholische Privat-Universität Linz ein "Franz und Franziska Jägerstätter Institut". Es soll Biographie und Selbstverständnis von Franz und Franziska Jägerstätter vertiefend erfassen, sowie deren Lebenszeugnis in pädagogische, akademische und gesellschaftspolitische Konzepte der Gedenkarbeit einbringen. Mehr dazu »

31. Oktober - Einen bewussten Kontrapunkt zu Halloween setzt die Katholische Jugend mit der "Nacht der 1000 Lichter". Österreichweit laden am Abend vor Allerheiligen Lichterwege zum Nachdenken, Meditieren und Beten ein.

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November

6. November - Im Stephansdom beginnen die Arbeiten zu Umbau und Erneuerung der "Riesenorgel". Die seit 1991 stillgelegte größte Orgel Österreichs soll am Ostersonntag 2020 wieder erklingen.

10. November - Die Österreichische Bischofskonferenz erwartet von der nächsten Regierung, dass sie sich "nach bestem Wissen und Gewissen" für alle Menschen und das Gemeinwohl einsetzt. In den Erklärungen zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung benennen die Bischöfe einige der zentralen Herausforderungen: Arbeit, von der man leben kann; die Aufrechterhaltung der innergesellschaftlichen Solidarität, Generationengerechtigkeit, Aufnahmebereitschaft gegenüber Menschen auf der Flucht oder auch die Etablierung eines nachhaltigeren Lebensstils. Ein Hauptthema der Beratungen der Bischöfe vom 6. bis 9. November in Wien und im Kloster Laab im Walde (NÖ) ist das Wirken der kirchlichen Caritas. Dazu gibt es erstmals einen gemeinsamen Studientag mit allen diözesanen Caritas-Direktoren. Die Ehe soll wie bisher ausschließlich Paaren verschiedenen Geschlechts vorbehalten bleiben, weil das ihre Einzigartigkeit im Vergleich mit anderen Formen des Zusammenlebens ausmacht, betonen die Bischöfe zur Prüfung der "Homo-Ehe" durch den Verfassungsgerichtshof. Mehr dazu »

16. November - Der Papst empfängt Österreichs Bundespräsidenten in Audienz. "Ein hochintelligenter Mann, der mit seinen Formulierungen Bilder schafft, die die Menschen ins Herz treffen", sagt Alexander Van der Bellen nach dem 25-minütigen Gespräch im Apostolischen Palast über Franziskus.

17. November - In Bonn endet die Weltklimakonferenz ("Cop23"), bei der rund 25.000 Delegierte zwei Wochen lang über die Umsetzung des 2015 abgeschlossenen Klima-Abkommens von Paris beraten. Der Klimawandel sei "eines der besorgniserregendsten Phänomene", betont der Papst in einer Botschaft an die Gipfel-Teilnehmer und fordert dazu auf, den Willen zur Zusammenarbeit in diesen Fragen "hoch zu halten". "Einen halben Schritt weiter, aber die Uhr tickt", zieht die Koordinierungstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Internationale Entwicklung und Mission (KOO) nach dem Gipfel eine gemischte Bilanz.

19. November - Die katholische Kirche begeht weltweit den ersten "Welttag der Armen" unter dem Motto "Liebt nicht mit Worten, sondern mit Taten". Der Papst feiert im Petersdom eine Messe mit tausenden Obdachlose, Flüchtlingen und Migranten und lädt sie u.a. in die vatikanische Audienzhalle zum Mittagessen ein. Mehr dazu »

27. November bis 2. Dezember - Bei seiner diplomatisch bisher heikelsten Auslandsreise besucht Papst Franziskus das mehrheitlich buddhistische Myanmar und das islamisch geprägte Bangladesch. Im Mittelpunkt stehen Treffen mit den Staatsspitzen der beiden Länder, Gottesdienste mit der christlichen Minderheit und interreligiöse Begegnungen. Die Reise wird vom Drama um die mehr als 600.000 aus Myanmar geflohenen muslimischen Rohingya überschattet. Der Papst trifft in der ehemaligen Militärdikatur den noch immer mächtigen Armee-General Min Aung Hlaing und die De-Facto-Regierungschefin und Friedensobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zu Gesprächen. In einer Rede an politische Vertreter mahnt er, Grundprinzipien der Menschenrechte zu wahren sowie eine demokratische Ordnung aufzubauen. In Bangladesch ruft der Papst die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung des Landes bei der Aufnahme der Rohingya-Flüchtlinge auf. Am Ende eines interreligiösen Treffens in Dhaka, wo Franziskus für eine Kultur der Begegnung und des Dialogs unter den Religionen sowie für die Zusammenarbeit gegen Korruption und religiösen Extremismus wirbt, kommt es zu einer emotionalen Begegnung mit 16 Rohingya. Mehr dazu »

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Dezember

2. Dezember - 8.000 Gläubige feiern mit dem neuen Innsbrucker Bischof Hermann Glettler (52) in der Innsbrucker Olympiahalle seine Bischofsweihe. Salzburgs Erzbischof Lackner, der Linzer Bischof Scheuer und der Grazer Bischof Krautwaschl vollziehen die Weihe. „Ich bete für eine Erneuerung des Vertrauens innerhalb unserer Kirche“, sagt Glettler am Ende des Festgottesdienstes in seinen Dankesworten. Die Kirche dürfe sich „nicht in eine spirituelle Sonderwelt“ flüchten, sondern müsse neue Wege gehen und eine starke Spiritualität leben. Der Wahlspruch des neuen Bischofs lautet: „Euntes curate et praedicateGeht, heilt und verkündet“.

1. Dezember - Die französischsprachigen Katholiken beten ab Adventbeginn den Vaterunser-Vers "Und führe uns nicht in Versuchung" in einer neuen Übersetzung. Statt "Ne nous soumets pas a la tentation" (dt.: "Unterwerfe uns nicht der Versuchung") heißt es nun "Ne nous laisse pas entrer dans la tentation" ("Lass uns nicht in Versuchung geraten"). Papst Franziskus würdigt die Anpassung in einem TV-Interview und löst damit auch im deutschen Sprachraum eine intensive Debatte um das Gottesbild aus. Mehr dazu »

3. Dezember - Die Diözese Graz-Seckau startet am ersten Adventsonntag offiziell in das Festjahr zu ihrem 800-jährigen Bestehen. "Gehen wir zu den Menschen hinaus, um Zukunft zu säen", ruft Bischof Krautwaschl bei einem Festgottesdienst in der neu renovierten Basilika Seckau auf. Als Zielvorstellung für ihre Entwicklung in den nächsten Jahren veröffentlicht die Diözese ein umfassendes "Zukunftsbild".

5. Dezember - Der Verfassungsgerichtshof wertet die Unterscheidung zwischen Ehe und Eingetragener Partnerschaft als Diskriminierung und entscheidet, dass künftig auch gleichgeschlechtliche Paare in Österreich heiraten dürfen. Kardinal Schönborn reagiert mit deutlicher Kritik: "Es ist beunruhigend, dass sogar die Verfassungsrichter den Blick verloren haben für die besondere Natur der Ehe als Verbindung von Mann und Frau." Mehr dazu »

6. Dezember - Papst Franziskus versteht den von argentinischen Bischöfen in Folge seines Lehrschreiben "Amoris laetitia" gezeichneten Weg zur möglichen Zulassung Wiederverheirateter zu Beichte und Eucharistie in Einzelfällen sowie seine eigene zustimmende Antwort darauf als Teil seines "authentischen Lehramts". Ein entsprechender Brief des Papstes vom September 2016 und die argentinische Orientierungshilfe werden in der Online-Version des Vatikan-Amtsblattes ("Acta Apostolicae Sedis"/AAS) veröffentlicht.

6. Dezember - Die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen, löst international heftige Kritik und Unruhen in den Palästinensergebieten aus. Neben Vertretern des Islam sind es vor allem die Orientchristen, die den Schritt am vehementesten kritisieren, Israels Regierung sieht hingegen einen Meilenstein erreicht. Papst Franziskus appelliert, den Status quo der Stadt und die Resolutionen der Vereinten Nationen dazu zu respektieren. Jerusalem müsse den "singulären Charakter" einer Heiligen Stadt für Christen, Juden und Muslime aus aller Welt behalten.

13. Dezember - Unter dem Titel "Glauben.Leben" bietet die katholische Kirche eine neue Handy-App als spirituellen Tagesbegleiter an. Nutzer haben so das Evangelium des Tages sowie die Tagesheiligen stets zur Hand. Außerdem informiert die App über Feiertage und beantwortet häufig gestellte Fragen etwa zum Thema Sakramente. Besonderheiten sind eine österreichweite Gottesdienst-Suche und ein digitales Gebetsnetzwerk. Mehr dazu »

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Quelle: kathpress.at