Haben Sie heuer schon etwas für Ihren Urlaub geplant? Reisepläne geschmiedet? Wenn nicht, hätten wir da einen Vorschlag, dem letztes Jahr 180.000 Menschen gefolgt sind. Und so viele können schließlich nicht irren. Was sie gemacht haben? Sie sind gepilgert. Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Klar, Spanien zu bereisen ist sicher atemberaubend. Und das lässt sich auf unterschiedliche Arten bewerkstelligen: Mit dem Flugzeug, dem Bus, Zug oder auch auf einem Fahrrad, hoch zu Roße, zu Fuß oder mit dem Rollstuhl. Spätestens seit dem Jahr 2010, dem Jakobsjahr, zeichnet sich ein Trend ab - nämlich Spanien, genauer gesagt Santiago de Compostela, zu bereisen. "A pie" - wie der Spanier sagen würde, oder, wie es hierzulande heißt: zu Fuß!

Viele Wege führen nach....
Auf diesem Wege, also pilgernd, haben letztes Jahr 180.000 Menschen das spanische Wallfahrtsheiligtum erreicht. So vielfältig wie die Wege, sind auch die Beweggründe und die Kilometer, die die Pilger zurücklegen. Das Ziel bleibt aber immer dasselbe: Das angebliche Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien (Spanien). Dabei haben die meisten mindestens einige hundert Kilometer auf einem der vielen internationalen Jakobswege zurückgelegt.

Wie pilgert man?
"Die meisten pilgerten zu Fuß, einige mit dem Fahrrad, 491 kamen zu Pferd und 32 mit dem Rollstuhl", erklärt Anton Wintersteller vom Verein der Jakobswege in Österreich. Seinen Schätzungen zufolge waren im letzten Jahr etwa 4.000 Pilger auf den heimischen Jakobswegen unterwegs und ebenso viele auf den europäischen Pilgerwegen.

Zahlen, Zahlen, Zahlen
Währen das jJakobsjahr 2010 mit 272.000 Pilgern als Rekordjahr hervorgeht, seien die Zahlen für 2011 auf einem hohen Niveau geblieben. Zum Vergleich: 2009 pilgerten rund  146.000 Menschen nach Santiago. Der Statistik zufolge pilgern mit 58 Prozent mehr Männer  als Frauen (42 Prozent) nach Santiago. Der Anteil der bis 30-Jährigen liegt bei 28 Prozent, aus der Altersgruppe der 30- bis 60-Jährigen kommen 57 Prozent.

Warum pilgern?
Das steigende Interesse am Pilgern liege auch am großen Pilgerwegenetz in Österreich so seien die  immer die Teilwegstrecken Richtung Santiago oder Assisi immer beliebter. Umso erfreulicher sei das transnationale Projekt "Europäische Jakobswege", an dem sich die Schweiz, Deutschland, Italien, Ungarn, Polen und Österreich beteiligen. Geplant seien die "Verbesserung der Wege, der Infrastruktur und der Informationsangebote sowie neue Initiativen zur Qualifizierung von Pilgerbegleitern und zur Stärkung der Gastfreundschaft", so der Vorsitzender vom Verein Jakobswege Österreichs gegenüber der Kathpress.
Als Motiv gibt Wintersteller das "aufbrechen, sich dem Fremden stellen und für neue Erfahrungen öffnen, um nach Sinn und eine Antwort auf Fragen des Lebens zu suchen" an. (Red/Kathpress)

PS: Wer lieber bequem und unter fachkundiger Leitung reist, kann dies auch mit der Katholischen Kirche und den KirchenBlatt-Reisen tun. Zum Beispiel nach Israel, Deutschland, in die Provence oder nach Spanien.

Mehr dazu auf www.kirchenblatt.at

Von Simone Rinner veröffentlicht am 24.01.2012

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