gott misst mit anderem maß
Was für ein Glück für mich! Weil, wenn Gott mit unserem Maß messen würde, wer wäre dann vor Schlägen sicher? Ein philosophisch talentierter junger Prinz namens Hamlet sagt ja im gleichnamigen, ewig gültigen Drama von Willam Shakespeare: „Behandelt jeden Menschen nach seinem Verdienst, und wer ist vor Schlägen sicher?“ Und Jesus selbst sagt in der Bergpredigt „Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden (Mt 7,2b).“ Jesus Christus hat dieses grausame alte Spiegelgesetz, das da gelautet hat, „Auge um Auge Zahn um Zahn“ zerschlagen, wenn er zu den ihm Zuhörenden sagt: „Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, segnet die, die euch verfluchen, betet für die, die euch misshandeln (Lk 6,27b-28).“ Außerdem spottet er jeder marktwirtschaftlichen Logik, wenn er sagt „Leiht ohne zurück zu erhoffen und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Töchter/ Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig zu den Gnadenlosen und Bösen (Lk 6,35).“ Ein Lebensstil also der unvernünftig klingt, aber in hohem Maße vernünftig ist, wie jede/r, der es ausprobiert, wärmsten bestätigen kann. Auch Carl Lampert hat das gewusst, wenn er 1944 in Torgau schreibt: „Es ist im Leben solch harter Zeiten verhängnisvoll, mehr dem Herzen, als dem Verstand zu folgen.“ Dieses Verhängnisvolle hat Jesus Christus auch im Blick, wenn er als Sohn Gottes noch eines draufsetzt, und fordert: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist (Lk 6,36).“ In der entsprechenden Stelle bei Matthäus heißt es sogar: „Seid also vollkommen, so wie euer Vater in den Himmeln vollkommen ist (Mt 5,48).“ Ein atemberaubender Anspruch für kleingeistige Wesen wie wir Menschen, die gewohnt sind, einfältig alles aufzurechnen und herauszupressen auch angesichts jeder noch so universellen und eigentlichen sensationellen Heilstat die Gott in Jesus Christus ein für allemal gesetzt hat. Trotz allem, Jesus will, dass ich vollkommen bin, er weiß, dass ich ein ungeheures Potential habe. Halt amol, und dann gehen wir es an, aber nicht trotz, sondern mit und für Gott!
Wolfgang Ölz
Schüler der 3. MMS Lingenau
Manchmal musst du eine Entscheidung treffen, ohne zu wissen, welche Auswirkungen das haben kann. Du musst einfach auf dein Herz hören. Vielleicht wird sich die Waage senken und du stehst auf der falschen Seite. Doch es gibt immer einen Ausweg, solange du nur daran glaubst.
Firmling der MS Doren
In der heiligen Beichte nimmt Gott uns die Sünden ab und hilft uns so, dass die Schale des Guten mehr wiegt als die Schale des Bösen.
Valentina, 11 Jahre
Am Ende rechnet Gott ab.
Yannick, 11 Jahre
Von Patricia Begle veröffentlicht am 09.02.2012

