Die schöpfungstheologischen Überlegungen tauchen auch in Röm 1,18-25 auf. Gott ist in seiner Schöpfung sichtbar. Im verdinglichten Bilderkult zeigt sich für Paulus die Dekadenz der heidnischen antiken Gesellschaft. Bildtheologisch ist die Pointe wiederum: „Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen. … Sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers“ (Röm 1,23-25) Auf die christliche Bilderwelt gewendet heißt dann die Pointe: Es darf nie das Geschaffene, also nicht das Bild selbst verehrt werden.