Auch wenn sich im Christentum ab dem 3. Jahrhundert eine reiche Bilderwelt zu entwickeln beginnt, kann der Kern des alttestamentlichen Bilderverbots als heilsames Korrektiv gelten: Der Glaube verdinglicht sich dort, wo er zur Verehrung eines Kultbildes wird und damit zur Abkehr vom gelebten, lebendigen Gottesglauben führt, eines Glaubens, der Folgen hat für das eigene Tun. Die Verehrung eines Bildes darf kein Ersatz für das eigene rechte Handeln sein.