Wir würden gerne Menschen für Gott öffnen. Vielleicht müssen wir für viele moderne Menschen dazu einen Schritt zurück gehen, etwas behutsamer und unaufdringlicher werden und zuerst das Haus Gottes für die Menschen öffnen, es ihnen zugänglich machen. Gott wirkt auch selbst in seinem Hause.

Kirchenräume sind unaufdringlicher als Katechismusunterricht. Das ist modernen Menschen wichtig. Deshalb soll der ehrliche Versuch, Kirchenräume zu vermitteln und erlebbar zu machen, kein versteckter Versuch frommer Belehrung sein. Als Haus Gottes, als ‚Mehrzeitenraum‘ des Glaubens wirken sie von sich aus. Es reicht, wenn wir das zum Sprechen, zur Wirkung bringen können, was sie an Schätzen bergen und uns erzählen wollen. Manchen würde vielleicht schon reichen, wenn ihnen bewusst würde, dass diese Räume jederzeit auch für sie offen stehen.

Auch die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte legen es nahe, hier aktiv zu werden. Da immer weniger bereit sind, sich aktiv als Gemeinde zu sehen, müssen wir etwas für die Kirchen als Haus Gottes tun, damit sie nicht zu leeren Häusern der Gemeinde werden.

Aufgaben:
Kirchen zum Sprechen bringen
Kirchenräume vermitteln, erlebbar und verständlich machen
Kirchenräume als Gegenwelten anbieten
Haus Gottes für Menschen öffnen und einladend machen
Religiöse Kunst als gemalter Glaube
Kirchenkunst als Form ästhetischer Verkündigung
Im Wandel der Zeiten: Bilder, Vorstellungen, Erfahrungen
Kunst und Kitsch: religiöse Geschmacksbildung

 

„Nur wenn ich sicher bin, dass dort gerade nichts geschieht,
trete ich ein, lass die Türe sich schließen mit dumpfem Schlag.“
Philip Larkin

„Der heilige Raum ist der fremde Raum, nur in der Fremde kann ich mich erkennen.
Der Raum erbaut mich, insofern er anders ist als die Räume,
in denen ich wohne, arbeite und esse.“
Fulbert Steffensky