Der Mensch als „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (1 Kol 1,15) kann in dieser Perspektive als weiteres Korrektiv zur Fülle der christlichen Bilderwelt hinzugenommen werden. Der Bau von Kirchen (Tempeln), die bildliche Darstellung des Heiligen kann kein Ersatz für einen lebendigen Glauben sein. Gleichzeitig kann christliche Kunst und Sakralarchitektur nur dann der Ehre Gottes dienen, wenn sie dem Menschen in seiner Ebenbildlichkeit dient. Sie darf zumindest der Intention nach den Menschen erheben, aber nicht klein machen; auch wenn solche Wertungen viel mit subjektiven Empfindungen und kulturellen Kontexten zu tun haben. Die höchste Ehre Gottes bleibt der lebendige Mensch (Irenäus von Lyon).