Spaziert man heute durch das Forum Romanum fallen einem noch mehr als die Reste der verschiedenen Basiliken die großartigen Triumphbögen der römischen Kaiser auf. Es sind mit Säulen versehene, frei stehende, monumentale Rundbögen, die in Rom zu Ehren triumphierender Kaiser oder Feldherren errichtet wurden. Auf den ersten Blick ist es für uns heute vielleicht nicht mehr ganz ersichtlich, aber die frühchristliche Baukunst verband die Basilika gleichzeitig mit dem Triumphbogen, der jetzt nicht mehr frei steht, sondern den Übergang vom Mittelschiff zum Altarbereich markiert. Am Abschluss des Mittelschiffs steht vor der Aspis ein je nach Baukunst sehr unterschiedlich gestalteter großer Bogen, der in der christlichen Basilika gleichsam das Tor zur himmlischen (oder sakralen) Sphäre darstellt. Er gewährt Einblick in den göttlichen Bereich, in dem während der Eucharistie Gott bei den Menschen wohnt.

Als Triumphbogen kann er interpretiert werden im Blick auf den Triumph Christi über den Tod. In der romanischen und gotischen Freskenkunst wird nicht selten auf dem Bogen das Jüngste Gericht dargestellt.