Gegenüber dem Alten Testament neu ist zweifellos die Paulinische Kritik am Tempel selbst, wie er sie in der Rede am Areopag deutlich formuliert hat: „Gott … wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.“ (Apg 17,24)

In den Korintherbriefen fokussiert er die Rede vom Tempel Gottes völlig neu. Der Menschen selber als Gottes Schöpfung und Ebenbild ist der Tempel Gottes:

„Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.“ (1 Kor 16-17)

„Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Wir sind doch der Tempel des lebendigen Gottes; denn Gott hat gesprochen: Ich will unter ihnen wohnen und mit ihnen gehen. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.“ (2 Kor 6,16)