Die Darstellung des Byzantinischen Bilderstreits im 8. und 9. Jahrhundert ist nicht einfach, da nur die Schriften der Befürworter erhalten blieben, die der Bildergegner aber vernichtet wurden. Es beginnt schon mit der Terminologie, in der die Bildergegner automatisch als Ikonoklasten, als Bilderzerstörer bezeichnet werden. Vermutlich wurden damals weit weniger Bilder wirklich zerstört, als es die nachträgliche Darstellung glauben machen will. Die Bilderfreundlichen gelten als Ikonodulen, die Bilderverehrer, was sich vor allem auf die östliche Tradition bezieht und wieder eine Grenzziehung erforderlich macht zur Ikonolatrie (Bilderanbetung) bzw. dann zur Idolatrie, unter der der frühere Götzendienst gemeint ist. Wie oben deutlich wurde, hat es in der jüdisch-christlichen Tradition genügend ehrenwerte Argumente gegen Bilder gegeben, sodass die Gegner nicht nur als barbarische Bilderstürmer angesehen werden müssen.

      Johannes von Damaskus: Die Bildtheologe des Ostens
      Das bilderfeindliche Konzil von Hiereia (Die Ikonoklasten)
      Das bilderfreundliche II. ökumenische Konzil von Nicäa (Die Ikonodulen)
      Die zweite Phase des Bilderstreits
      Ein westliches Nachspiel