Architektonische Merkmale des Klassizismus sind:

  • Schlanke, scharf geschnittene Grundrisse ersetzen die verspielten Formen des Barock.
  • Streben nach klassisch-griechischer Harmonie, ohne etwas Neues zu entwickeln
  • Griechische oder römische Tempelstirnwand mit Dreiecksgiebel, Säulenportikus als Vorhalle
  • Übernahme weiterer antiker Architekturelemente (Giebel über Fenster usw.)
  • Innen im Gesamteindruck eher nüchterne, in weißgrau gehaltene Räume mit wenig Schmuck (Kontrast zum Barock)
  • Kirchen werden zum Blickfang in der Stadtarchitektur unabhängig von der Ostung (vgl. Dornbirner Marktplatz), in dem Plätze oder Straßen genau auf das Kirchenportal angelegt werden (oft noch durch Kuppel und Türme verstärkt).
  • Im Zuge des Kolonialismus werden diese Bauformen durch Behörden und Missionare in die ganze Welt verbreitet.