Architektonische Merkmale des Barock sind:

  • Wandpfeilerkirchen, Saalkirchen, Zentralbauten, elliptischen Grundrissformen
  • Starke Betonung des Fassade als einziger Schauseite der Kirchen, häufig mit entsprechenden Plätzen davor, damit die theatrale Wirkung zur Geltung kommt
  • Vor- und zurückschwingende Fassade mit deutlich hervorgehobener Mitte, manchmal flankiert von Türmen. Kräftige Gesimse gliedern die Fassaden in die Waagrechte.
  • Nischenfiguren an der Fassade bzw. Figuren, die das Dach oder den Giebel bekrönen
  • Die Giebel über Portalen oder Fenstern sind jetzt aufgebrochen oder versetzt.
  • Schneckenförmige Bauelemente (Voluten) mildern die Übergänge bei Stufengiebeln
  • Aufwändig gestaltete Kuppeln über der Vierung oder über Zentralbauten (Vorbild: die Kuppel Michelangelos über der Peterskirche in Rom)
  • Helle verglaste Oval- und Rundfenster (Ochsenaugen)
  • Monumentaler Hochaltar vorne in der Mitte, auf den alles zentriert ist (Konzil von Trient)
  • Gedrehte Wendelsäulen am Hochaltar
  • Flache Gipsdecken mit illusionistischer Deckenmalerei in raffinierten Perspektiven. Die sich dahinter befindenden Tonnengewölbe werden nicht mehr sichtbar.
  • Dekorative Stuckelemente überwuchern als bauplastische Dekoration die Wände, Pilaster und Gesimse.
  • Erst in der Barockzeit wurden für die Laien auch Sitzbänke aufgestellt, zumal jetzt Messen länger dauern.