von Petra Steinmair-Pösel
Der du im Finstern sitzt,
hoffe und freue dich:
Der Morgenstern ist aufgegangen,
die Sonne kommt bald.
Thomas Merton
***
Es gibt einen Punkt noch mitten in der Nacht, in der Zeit des Wartens und Tastens im Dunkeln, da ahnen wir, dass eine Schwelle überschritten und der neue Tag nicht mehr fern ist. Der äußeren Finsternis zum Trotz sind wir gewiss, dass sich das Licht zärtlich und doch unaufhaltsam Bahn bricht. Welch Jubel, wenn der Morgenstern erstrahlt - Vorbote des neuen Tages.
Die Psychologin, Nonne und Zen-Lehrerin Anna Gamma ist überzeugt: Um erkennen zu können, was in der Tiefe wächst, ist es gut, in einer ganz innigen Verbindung zu unserem eigenen Wesen zu sein. Wo Herz, Geist und Seele ganz im Einklang sind, gewinnen die Dinge an Bedeutung. Welche verborgenen Vorboten für eine gelingende Zukunft nehmen wir wahr, wenn wir aufmerksam auf unsere Welt und auf unser eigenes Leben schauen?
Von Petra Steinmair-Pösel veröffentlicht am 17.12.2010
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