Legende, Brauchtum und Hintergründe des Valentinstages.
St. Valentin ist der Schutzpatron der Liebenden, Verlobten - und der Bienenzüchter. Er lebte im 3. Jahrhundert im römischen Reich.
Legende:
Valentin war Bischof von Terni. Im Römischen Reich herrschte zu dieser Zeit Kaiser Claudius II, ein Gegner des Christentums. Valentin ließ es sich nicht nehmen, heimlich Liebespaare nach christlichem Zeremoniell zu trauen. Es kamen auch viele Paare, die offiziell nicht heiraten durften (Soldaten, Sklaven) oder deren Eltern mit der Heirat nicht einverstanden waren. Den Frischvermählten, aber auch allen Hilfe- und Trostsuchenden schenkte er eine Blume. Am 14. Februar 269 wurde er deshalb hingerichtet.
Brauchtum:
Seit damals schenkten die Menschen einander am 14. Februar, dem Valentinstag, Blumen - geschmückt mit roten Herzen. Also steht der Valentinstag unter dem Zeichen der Liebe!
1945 erst verbreitete sich dieser Brauch im deutschsprachigen Raum, durch den Einfluss der USA, Englands und Frankreichs, in denen er schon üblich war.
Blumen schenken - mit gutem Gewissen
Schnittblumen mitten im Winter? Woher kommen die eigentlich? Haben Sie sich das schon einmal gefragt?
Tatsache ist, dass sie eine kleine Weltreise hinter sich haben. Mit dem Flugzeug. Sie müssen ja frisch sein. Wir sind schon zufrieden, wenn sie nach dem Kauf vier, fünf Tage halten. Mich wundert's eigentlich immer, dass sich das so genau ausgeht. Und nachher? Wandern sie auf den Komposthaufen. Ökologisch teurer Kompost.
Und warum können wir uns diesen Kompost leisten? Weil andere draufzahlen.
Alternativen
Menschen in Kolumbien, Equador, Kenia, Tanzania usw. erhalten keinen gerechten Lohn, opfern ihre Gesundheit, sogar ihre Kinder müssen mitarbeiten.
Es gibt Alternativen. Nicht unbedingt idealer für die Umwelt, aber dafür sozialer für die ArbeiterInnen. Schauen Sie beim Kauf auf die Gütesiegel FLP, Fairtrade, FFP. Fragen Sie danach. Diese Gütesiegel garantieren, dass die Blumen unter gerechten Bedingungen für die ArbeiterInnen produziert wurden. Und wenn sie etwas mehr kosten: Was sind Ihnen denn Ihre Liebsten wert?
Richard Sonderegger, Pfarre Göfis
Von Marianne Springer veröffentlicht am 26.01.2010
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