- Zeit
- Montag, 01.02.2010 20:00 bis 22:00
- Ort
- Kolpinghaus, Dornbirn
Zwei Phänomene beherrschen derzeit das Thema „Integration“ im Ländle und in den benachbarten Ländern: Zum einen verdichtet sich in der Mehrheitsgesellschaft das Feindbild eines „radikalen Islams“ immer weiter. Minarette werden gedeutet als Symbole für Macht und Herrschaftsansprüche, Kopftücher gelten als Zeichen der Unterdrückung, die Scharia erscheint in vielen Köpfen als Schreckgespenst, geschürt von medialen Bildern islamistischer Despotie aus aller Welt. Zum anderen verhindern diese entstandenen Ängste und Vorurteile von beiden Seiten, sich den konkreten sozialpolitischen Problemen und Herausforderungen ernsthaft zu stellen. Populistisch denkende Politiker schlagen Kapital aus dieser Situation – und kurbeln die Spirale weiter an... Welche Auswege gibt es, um diese Situation nicht eskalieren zu lassen?
Diskutieren Sie mit beim nächsten Gesellschaftspolitischen Stammtisch, am 1. Februar 2010 um 20.00 Uhr
Auf dem Podium:
Univ.-Doz. Dr. Josef Berghold, Sozialpsychologe (Uni Innsbruck) / Nach Berghold muss es das Ziel aller Beteiligten im Rahmen des Dialog- und Integrationsprozesses sein, "der mächtigen Sogwirkung von Feindbildern, Zerstörung und Gewalt vorzubeugen, den Werten der Solidarität und Kooperation mehr Geltung zu verschaffen und damit unseren Fähigkeiten, kreative Lösungen für unsere Probleme und Konflikte zu finden, zur Entfaltung zu verhelfen." (Gesellschaft für Psychohistorie und politische Psychologie e.V) Den Impulsvortrag von Josef Berghold zum Stammtisch finden Sie als PDF-Version hier.
Dr. Elisabeth Dörler, Islambeauftragte der Diözese
Vahide Aydin, LAbg. Die Grünen
Dr. Kurt Greussing, Islam-Experte
Moderation: Roland Poiger
Von Michael Willam veröffentlicht am 07.01.2010

