Über die Bedeutung biologischer Landwirtschaft
Elmar Weißenbach aus Götzis ist Biobauer. Das heißt, dass auf seinem Hof und auf seinen Feldern möglichst naturschonend produziert wird. Die biologische bzw. ökologische Landwirtschaft verzichtet bewusst auf den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel, Wachstumsförderer, Mineraldünger und die Gentechnik. Der Zusatz von Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen ist in der biologischen Landwirtschaft ebenfalls tabu. In der intensiven Landwirtschaft stellen hohe Erträge das zu erreichende Maximum dar. Der Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln zur Ertragssteigerung ist hier bäuerlicher Alltag. Monokulturen sind ein Paradebeispiel der intensiven Landwirtschaft. Im Gegensatz zu Produkten der intensiven Landwirtschaft können Bio-Erzeugnisse mit verschiedenen Bio-Siegeln gekennzeichnet werden. Eines davon ist jenes der Bio Austria.
Bio-Gütesiegel
Die Bio Austria vertritt rund 70 Prozent der 20.000 österreichischen Biobauern. Ökologie, Würde der Tiere, Forschung und Innovation, faire Preise und „bio-bäuerliche Lebensmittelkultur“ sind die Richtlinien der Bio Austria organisiert.
Auf europäischer Ebene ist seit 2010 das EU-Bio-Siegel federführend. Wird ein Produkt mit dem Bio-Siegel der EU ausgezeichnet, so ist garantiert, dass mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe aus der biologischen Landwirtschaft stammen und maximal 0,9 Prozent gentechnisch verändert wurden.
Manchmal sei es aber, so Weißenbach, in Sachen Vermarktung nicht sofort mit der Bio-Herkunft hausieren zu gehen. Die Vorurteile, was den Preis der Bio-Produkte angeht, sind groß. „Besser ist es, den Kunden erst probieren zu lassen und ihn dann darüber aufzuklären, dass das, was ihm so schmeckt, übrigens auch bio ist.
(aus KirchenBlatt Nr. 20 vom 22. Mai 2011)
Von Simone Rinner veröffentlicht am 18.05.2011

