Wer seine Lieben heuer mit einem Schokoladen-Nikolaus überraschen möchte, der biologisch hergestellt und fair produziert wurde, kann nicht eben "mal schnell" in den nächsten Supermarkt fahren. Wie ein Marktcheck von Greenpeace gezeigt hat, erhält die überwiegende Mehrheit der Nikolos nämlich ein "Nicht genügend" wenn es um oben genannte Kriterien geht. Deshalb fordert Greenpeace eine Verbesserung des Angebots von Schokolade mit Gütesiegeln für biologische und faire Produktion in den Supermärkten - und bis das geschehen ist, hilft einem der Bio-Markt oder Weltladen sicher aus.

Gut, nicht alle der Märkte, die Greenpeace untersucht hat, gibt es in Vorarlberg. Umgekehrt fehlt auch das ein odere andere Geschäft. Nichtsdestotrotz zeichnet der Marktcheck doch ein klares Bild, das weder biologisch noch fair ist. Kein einziger Schokoladen-Nikolaus konnte sowohl im Bio- als auch im sozialen Bereich punkten bzw. trägt die entsprechenden Gütesiegel, kritisiert Greenpeace-KonsumentInnensprecherin Nunu Kaller das Sortiment der heimischen Supermärkte. Oder kurz: ein dickes, fettes ungenügend.

Bio, Gentechnik, Sozial und Herkunft sind die vier Kriterien anhand derer Greenpeace die Märkte auf ihre Schokoladen-Nikoläuse gewertet hat. Mit 61% schafft es lediglich Merkur auf ein "gut", die Märkte Lidl, Billa und Hofer erhalten ein "Befriedigend" und der Rest fällt durch. Ein Hauptkriterium beim Greenpeace-Marktcheck war das Angebot an biologisch hergestellten Produkten. Jene Produkte also, bei denen sichergestellt ist, dass bei der Fütterung der Tiere in der Milchproduktion kein gentechnisch verändertes Futter zum Einsatz gekommen ist. Das kann nur der Alnatura Bio-Nikolo von sich behaupten, der bei Merkur und Billa erhältlich ist. Etwas besser ist das Angebot der getesteten Supermärkte bei Nikolos mit sozialem Siegel wie Fairtrade oder UTZ. Diese stehen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und schließen ausbeuterischer Kinderarbeit aus.

Greenpeace fordert eine Verbesserung des Angebots von Schokolade mit Gütesiegeln für biologische und faire Produktion in den Supermärkten. „Konsumentinnen und Konsumenten müssen die Wahl haben, Produkte einzukaufen, die sowohl ökologisch als auch fair sind. Die Supermärkte müssen das endlich ernst nehmen und ihr Sortiment dementsprechend gestalten", so Kaller abschließend.