Arbeit und Menschsein

Arbeit als ein produktives und sinnvolles Tätigsein ist ein Grundmerkmal der menschlichen Natur.
Menschen werden krank ohne Arbeit.
Menschen verlieren nicht selten den Sinn in ihrem Leben, wenn sie keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen können oder dürfen.
Die tiefe Verwurzelung der eigenen Identität und des eigenen Selbstwerts mit unserer Arbeit ist individuelle Lebensaufgabe und sozialpolitische Herausforderung zugleich: Die persönliche Haltung der Menschen begründet und fordert zum einen bestimmte sozialpolitische Modelle, welche dieser Einstellung Rechnung tragen. Zum anderen entwickelt dieses System auch seine Eigendynamik, welche wiederum auf den einzelnen zurückwirkt: es entstehen soziale Zwänge durch unhinterfragte Konventionen zum Thema Arbeit, die ihrerseits zu Ausgrenzungen, Stigmatisierungen und zu einer unmenschlichen Drucksituation führen.
Ließe sich die Einstellung zum Thema Erwerbsarbeit durch alternative Modelle verändern?
Würde ein bedingungsloses Grundeinkommen die Menschen zu einer menschenwürdigeren Art von Arbeit führen?

Informieren Sie sich auf unserer Themenseite (Arbeit und Menschsein) über die aktuellen Diskussionen.

Dr. Michael Willam, EthikCenter