"Bruder und Schwester in Not" sammelt zum 3. Adventsonntag für die Ärmsten - direkt in konkreten Projekten.

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zu: Hilfe für Kenia
zu: Projekte in Indien
zur Sache: Infos zu "Bruder und Schwester in Not"

„Hunger ist das grausamste und konkreteste Zeichen von Armut:“ Daran erinnerte Papst Benedikt XVI. beim Welternährungsgipfel im Vorjahr in Rom. Um so wertvoller sind Zeichen globaler Solidarität wie Spenden für die Adventaktion „Bruder und Schwester in Not“!

Der Leiter der Aktion sieht sich und mit ihm alle SpenderInnen in seinem Einsatz für die ärmsten Brüder und Schwestern in der „Dritten“ Welt durch den Papst bestätigt.
Mag. Markus Fröhlich erklärt warum: „Unser Ziel war immer schon, Menschen aus Hunger und Elend zu befreien und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.“  Und er kann dem Papst nur beipflichten, der feststellen musste: „Kinder sind die ersten Opfer der Tragödie des Hungers.“ Deshalb unterstützt die Adventaktion heuer besonders Projekte zugunsten von Kindern. Fröhlich vertraut dabei wieder auf die Großherzigkeit der Vorarlberger/innen.

Hunger macht (sterbens)krank
Wer hungern muss, dem fehlen auch die Widerstandskräfte gegen Krankheiten aller Art. „Über  500 Millionen Kinder kämpfen weltweit um ihr tägliches Überleben. Und jedes Jahr verlieren neun Millionen Kinder diesen Kampf bereits vor ihrem fünften Geburtstag!“ Was besonders erschüttert: „Die meisten sterben an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten wie Tuberkulose, Masern und Malaria.“ Die Adventaktion unterstützt daher nachhaltige Gesundheits- und Ernährungsprojekte in den ärmsten Ländern der Welt.

Schwerpunktland Malawi

In Malambo in der Diözese Lilongwe konnten Theresien-Schwestern dank der Unterstützung aus Vorarlberg eine Buschambulanz aufbauen. „Diese Ambulanz erwies sich als wahrer Segen, besonders für Mütter und Kinder“, betont Fröhlich. „Die Menschen erhalten hier nicht nur eine medizinische Grundversorgung, sondern die Mütter werden auch in puncto Hygiene und Ernährung geschult. Die Schwestern achten ferner darauf, dass die Mütter ihre Kinder stillen können. Bis zum Alter von fünf Jahren gilt den Kindern die besondere Unterstützung der Ordensfrauen.

Geborgenheit für Aidswaisen
Malawi zählt zu den Ländern mit der höchsten Aids-Ansteckungsrate in Afrika. Drei von vier Todesfällen sind HIV-bedingt. Dadurch werden immer mehr Kinder zu Waisen. „Der Orden der Rosenkranzschwestern führt mit unserer Unterstützung in Katete im Nordwesten dse Landes ein Waisenhaus. 200 Mädchen haben so ein sicheres Dach über dem Kopf, müssen nicht hungern und sind vor Ausbeutung geschützt. Vor allem schenken ihnen die Schwestern mütterliche Wärme. Hier bringt jeder Euro unschätzbare Zinsen an Menschlichkeit“, kann Fröhlich berichten.

Einen Ausweg aus dem Elend bieten
Viele Aidswaisen kommen zwar bei Verwandten unter, sind dort allerdings oft mehr geduldet als willkommen. Und wenn das Essen knapp wird, ziehen sie den Kürzeren. Nicht wenige nehmen dann Reißaus und schlagen sich irgendwie in die Hauptstadt Lilongwe durch in der Hoffnung auf ein besseres Leben. „Betteln und Prostituition sind jedoch dort in der Regel die einzigen Möglichkeiten, an Geld zu kommen und zu überleben.“ Um solche Außreißer kümmern sich dann Sr. Rita Hiebele und ihre Mitschwestern. Sie nehmen die Waisen kurzfristig in ihrem Zentrum für Straßenkinder auf und bringen sie wieder zu den Verwandten zurück. „Was einiges an Aufklärungsarbeit erfordert“, wie der Aktionsleiter erfahren hat.

Stichwort Malawi

Der Binnenstaat Malawi liegt im ostafrikani-schen Grabenbruchsystem und ist ohne seinen Anteil am riesigen Malawisee etwas größer als Österreich. Im Durchschnitt müssen die rund 13 Millionen Einwohner mit nur etwa 70 Cent am Tag auskommen. Damit zählt Malawi zu den ärmsten Staaten der Erde.
12% der Menschen, die älter als 15 Jahre sind, ist HIV-positiv, die durchschnittliche Lebenserwartung ist dadurch bereits auf  37 Jahre gesunken. Besonders hoch ist die Sterberate jedoch unter den Fünfjährigen. Jedes zweite Kind wird ohne medizinische Betreuung geboren.

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Kenia: Noch mehr Straßenkinder

In der trügerischen Hoffnung auf ein besseres Leben machen auch in Kenias Hauptstadt Nairobi zahllose Kinder die Straße zu ihrem „Zuhause“. Sie fliehen aus den Elendsvierteln und finden doch nur wieder Not und Elend. Schwestern vom Kostbaren Blut haben sich im Stadteil Riruta der Straßenkinder angenommen. Zunächst galt es die Kinder mit einem Essen zu versorgen, mangels anderer Möglichkeiten mittels einer Freiluftküche. Die Aktion Bruder und Schwester in Not stellte dann die Mittel für ein richtiges  Zentrum zur Verfügung.

Schule im Freien
Dank der Spender/innen aus Vorarlberg müssen Kinder im Schulalter auch nicht mehr im Freien unterrichtet werden. Rund 130 Kinder können nun eine neu gegründete Schule besuchen. Wenn die Bemühungen um eine Resozialisation Erfolg haben, werden die Kinder wieder auf eine öffentliche Schule geschickt und dort weiter unterstützt. Die Schwestern nehmen allerdings auch die Eltern bzw. Verwandten in die Pflicht, und helfen ihnen, die Verantwortung für die Kinder zu übernehmen. Bedürftige Schüler aus benachbarten Schulen  können bei den Schwestern ebenfalls zum Essen kommen. Die Schwestern kümmern sich jedoch auch um die Not armer und alter Menschen.

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Engagement in Indien

Solche Menschen finden sich natürlich auch in anderen Kontinenten, etwa in  Indien. Im Bundesstaat Andrah Pradesh hat P. Raja Reddy deshalb eine Stiftung gegründet und 2005 das „Daddy Home“ („Papis Heim“) eröffnet. Martina Rhomberg, die dort wie bereits etliche andere junge Vorarlberger/innen eine Zeitlang mitgearbeitet hat, kann es beschreiben: „Das ist ein Haus für Waisenkinder, aber auch für alte Menschen, die oft körperlich und geistig beeinträchtigt sind, sowie für Aids-Kranke. Mittlerweile ist es ein Zuhause für über 200 junge und alte Bewohner geworden.“

Ein neues Zuhause schenken
Das Schicksal der vierjährigen Manjula und ihres dreijährigen Bruders Bharat ist typisch: Ihre Eltern sind an Aids gestorben. Da sie Tagelöhner ohne festen Wohnsitz waren, mussten die Kinder nach deren Tod auf der Strasse leben. Bis sie ein Priester ins Daddy Home brachte. Mit der Unterstützung von Bruder und Schwester in Not kann P. Raja weiterhin solchen Kinder ein neues Zuhause schenken.

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ZUR SACHE

Papst: Hunger  ist ein Skandal
„Hunger und Unterernährung zählen zu den schwersten Skandalen, die noch heute das Leben der Menschheitsfamilie plagen“, kritisierte Papst Benedikt XVI. anlässlich der  60-Jahr-Feier der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO). Mit einer Weihnachtsgabe für „,Bruder und Schwester in Not“ setzen Sie ein wirksames Zeichen gegen diesen Skandal, so der
Leiter der Aktion, Mag. Markus Fröhlich.

BSIN_LogoDas verletzte Herz heilen helfen
Fassen Sie sich bitte ein Herz und helfen Sie mit, die verletzten Herzen besonders von Kindern in bitterer Armut zu heilen.

Sie können beruhigt spenden!
Die Adventaktion „Bruder und Schwester“ verfügt über das Österreichische Spendengütesiegel. Unabhängige Wirtschaftsprüfer bestätigen damit, dass die Spendengelder sachgerecht verwendet werden.  Spender/innen können übrigens ihre Spende beim Finanzamt steuerlich absetzen.

Spendenkonto für „Bruder und Schwester in Not“:
Sparkasse Feldkirch, Kto-Nr. 35600, BLZ 20604.

www.bruderundschwesterinnot.at

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(aus KirchenBlatt Nr. 49 vom 12. Dezember 2010)

Von Marianne Springer veröffentlicht am 09.12.2010

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