Rom - Mittwoch, 7. Oktober

Die Arbeit in den Kleingruppen hier bei der Synode hat begonnen. Ich freue mich über die offene und konstruktive Atmosphäre in der deutschen Sprachgruppe, der ich angehöre. Es ist der Wunsch spürbar, einen guten Beitrag zu leisten für unsere Familien, die für die Zukunft unserer Welt und für die Zukunft der Kirche so entscheidend sind und die ganz wesentliche Orte der Sehnsucht für die meisten Menschen sind.

Dank, Ermutigung und Freude sind Leitgedanken. Berührend hat es Papst Franziskus in der Einleitung zum „Instrumentum laboris“ zum Ausdruck gebracht, wo der Papst zitiert wird: „Mittlerweile senkt sich der Abend auf unsere Versammlung herab. Es ist die Zeit, in der man gerne nach Hause zurückkehrt, sich gemeinsam um den Tisch versammelt, in tiefer Zuneigung, in der Stärke des vollbrachten und empfangenen Guten, der Begegnungen, die das Herz erwärmen und es wachsen lassen - guter Wein, der in der Menschen Tage das Fest ohne Untergang vorwegnimmt. Es ist auch die schwerste Stunde für denjenigen, der der eigenen Einsamkeit Auge in Auge gegenübersteht, in der bitteren Dämmerung der zerbrochenen Träume und gescheiterten Pläne: wie viele Menschen durchlaufen ihre Tage in der Sackgasse der Entmutigung, des Aufgebens oder zumindest des Grolls. In wie vielen Häusern mangelt es am Wein der Freude und damit dem Geschmack des Lebens, der Weisheit des Lebens selbst. Den einen wie den anderen geben wir an diesem Abend eine Stimme mit unserem Gebet, einem Gebet für alle.“ (Ziffer 1)

Ein Text, der am Abend eines langen Tages - es ist bereits 22.30 Uhr - sehr zu Herzen geht.

Bischof Benno Elbs