Referatsbischof für den Dialog der Weltreligionen Benno Elbs übermittelt Glückwünsche zu jüdischen bzw. islamischen Großfesten

Der Feldkircher Bischof Benno Elbs, in der Österreichischen Bischofskonferenz für den Dialog der Weltreligionen zuständig, hat sich mit Grußbotschaften sowohl an die israelitische Kultusgemeinde als auch an die islamische Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) gewandt. Anlässe für die beiden Briefe an Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und IGGiÖ-Präsident Fuat Sanac waren jüdische bzw. islamische Großfeste.

Die Juden feierten diese Woche das Neujahrsfest 5776 (Rosh Hashana), am 23. September folgt das Versöhnungsfest (Yom Kippur), danach ab 28. September das Laubhüttenfest (Sukkot) und am 6. Oktober das Fest "Freude der Tora" (Simchat Tora). Den Muslimen wiederum steht mit dem Opferfest (Idu l-Aa) vom 23. bis 26. September das höchste islamische Fest bevor; es erinnert an die Bereitschaft des Propheten Ibrahim (Abraham), seinen Sohn Gott zu opfern, und wird zum Höhepunkt des "Haddsch", der Wallfahrt nach Mekka, gefeiert.

Ihn bewege besonders die Deutung des Laubhüttenfestes, das auch an die Wüstenwanderung des Volkes Israel erinnere, schrieb Bischof Elbs an Oberrabbiner Eisenberg. "Die Tausendschaften der wandernden Menschen, die ganz aktuell vor Sklaverei und Terror fliehen und eine neue Heimat suchen, haben wohl einiges mit der biblischen Geschichte gemeinsam." Als Bürger eines reichen Landes ebenso wie als Religionsgemeinschaften, die an den befreienden Gott glauben, "sind wir zu Solidarität gerufen", so Elbs.

Auch im Brief an Präsident Sanac nahm Bischof Elbs Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik: Er verstehe es in diesen Tagen als besonderen Auftrag an alle Gläubigen, vor unmenschlichen Lebensbedingungen Geflohenen "durch unsere tatkräftige Unterstützung die Barmherzigkeit Gottes erfahrbar zu machen". Dies betreffe zunächst den Einsatz in Österreich, zugleich gelte es auch in deren Heimatländern alle Einflussmöglichkeiten für eine lebenswerte Existenz zu fördern, schrieb Elbs.