Rom - Dienstag, 20. Oktober 2015

Die Synode tritt jetzt in ihre letzte Phase. Die Arbeit der Sprachgruppen wurde heute abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden in der Synodenaula präsentiert. Die Beiträge zeigen, dass es in den meisten Sprachzirkeln ein intensives Ringen um die großen Fragen der Familie heute gegeben hat. Für die deutsche Sprachgruppe kann ich das jedenfalls mit Sicherheit sagen.

Wir haben versucht, unsere Abänderungsvorschläge („Modi“) einstimmig zu formulieren, was durch die hervorragende Moderation von Kardinal Schönborn und dank der Ernsthaftigkeit und großem Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmer in unserer Gruppe gelungen ist. Damit werden sie vielleicht in der Vollversammlung der Synode auch ein entsprechendes Gewicht erhalten. Das würde mich freuen.

Nun ist es die Aufgabe des Redaktionsteams, die „Modi“ in einen Gesamttext einzuarbeiten, der am Donnerstag im Plenum vorgestellt wird und nach einer Diskussion dann am Samstag zur Abstimmung gelangt.

So steht für die meisten Synodenteilnehmer morgen wohl ein Tag des Atemholens und des Durchatmens auf dem Programm. Einige nützen diesen Tag für einen Ausflug, für Gespräche und Begegnungen. Ein Bischof aus Asien erzählt mir, dass sich die Bischöfe seines Kontinents morgen zu einer Versammlung treffen.

Rom wird so zum Ort des Gesprächs auf vielen Ebenen. Die beiden markanten Brunnen auf dem Petersplatz mit dem unaufhörlichen Rauschen des Wassers und ihrer faszinierenden Beleuchtung Nachts bilden die Brennpunkte einer Ellipse. Sie erzählen davon und von Gesprächen der vielen Menschen auf diesem Platz.

Bischof Benno Elbs