Der Ring, den ein Bischof trägt, ist Zeichen einer Verbindung von beständiger Dauer und Treue. Er ist Ausdruck der Verbundenheit des jeweiligen Bischofs mit seiner Diözese und der Kirche.

Ein Geschenk der Eltern. Das trifft so eins zu eins auf jenen Ring zu, den der künftige Bischof von Feldkirch tragen wird. Nur wurde dieser Ring nicht eigens für den Bischof Benno Elbs gefertigt, sondern für den 18-jährigen Maturanten aus Langen, der er einmal war - als Geschenk seiner Eltern. „Wir waren nicht reich und meine Eltern haben sich diesen Ring wirklich vom Mund abgespart. Ich wusste, was dieses Geschenk für sie bedeutete und habe mich darüber sehr gefreut, auch wenn ich den Ring selbst nie getragen habe.

Jetzt soll dieser Ring, der am Anfang eines Weges stand, mein Bischofsring sein und mich in der Erinnerung an seine Geschichte und die Menschen, die damit verbunden sind, in der neuen Aufgabe begleiten“, erzählt Diözesanadministrator Benno Elbs und öffnet ein kleines Schächtelchen. Drinnen steckt ein einfacher Ring. Golden, nicht zu dick, in der Mitte ein schwarzer Stein. „Es ist ein Onyx“, so Benno Elbs.
Es ist ein schöner Ring - damals wie heute, wo er für den künftigen Bischof neu aufpoliert wurde und unter all dem frischen Glanz doch auch seine Geschichte mit sich trägt.