"Durch diese grosse Hilfe ..." - Dankbrief aus Brasilien

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Parnaiba ist eine Stadt in Brasilien mit ca. 160.000 Einwohnern, gößtenteils Katholiken. In dieser Stadt gab es bis vor kurzem nur vier Pfarren. Bischof von Parnaiba ist Dom Alfredo Schaeffler. Als Alfred Schäffler wurde er 1941 in Waidhofen an der Ybbs geboren. Seit Jahren ist er mit Bischof Elmar Fischer befreundet. Dieser wusste von dem Anliegen von Dom Alfredo, eine weitere Pfarre für Parnaiba zu gründen.

Mit großzügiger Unterstützung aus Vorarlberg konnte nun die Kapelle Santana (St. Anna) zur Pfarre erhoben werden. Anlässlich des Diözesanjubiläums (Vierzig Jahre Diözese Feldkirch) im Dezember 2008 konnte die Diözese Parnaiba mit einer Spende von Euro 30.000 beschenkt werden. Die Summe war zu jeweils gleichen Teilen vom Land Vorarlberg, Missio Österreich und der Diözese Feldkirch aufgebracht worden. Mit dem Geld konnte neben der bescheidenenen Kirche St. Anna ein Pfarrhaus mit den nötigen Seelsorgsräumen errichtet werden.

Dankbrief an die Diözese Feldkirch

Am 12. Dezember 2008 wurde die Kapelle Santana zur Pfarre erhoben (siehe Bildergalerie). In einem Dankesschreiben an Bischof Elmar im Mai bringt Dom Alfredo Schaeffler seine Freude darüber zum Ausdruck:

"Lieber Herr Dioecesanbischof Dr. Elmar Fischer, liebe Glaeubige in der Diocese Feldkirch:

Mit tiefem Dank freue ich mich mitteilen zu koennen wie wertvoll eure Hilfe fuer unsere Diocese Parnaiba war. Eure Feier in welcher man gedachte an die 40 Jahre der Diocesangruendung hat durch diese Hilfe einen missionarischen Impuls gesetzt. Durch diese grosse Hilfe war es hier in unserer Dioezese moeglich eine neue Pfarre zu gruenden Die Stadt Parnaiba hat heute um die 160.000 Einwohner in absoluter Mehrheit Katholiken. Wir hatten aber nur vier Pfarren.

Anbei gehen Bilder von der Pfarrinstallation und der Pfarrkirche die sich noch sehr bescheiden vorstellt. Es konnte aber ein Pfarrhaus mit den noetigen Seelsorgsraeumen durch Eure Hilfe erstellt werden. Man merkt es ist eine sehr lebendige Pfarre entstanden mit vielen verschiedenen Grupierungen der Laien. Seien es Jugendliche, seien es Kinder oder Erwachsene welche in den Basisgemeinden sehr konkret versuchen den Auftrag der Kirche konkret folgen das Evangelium allen zu verkuenden.

In der Pfarre hat es Franciscanerschwestern welche in der Seelsorge mitarbeiten. Es gehoeren zur neu gegruendeten Pfarre zehn Aussenstationen. Es konnte auch ein Socialzentrum erstellt werden an der Muellablagerung der Stadt. Taeglich werden von diesen Familien die Kinder dort aufgenommen und zu einem wuerdigeren Leben gefuehrt. So koennen Sie alle ersehen wie wertvoll die Pfarrgruendung fuer unsere Dioezese hier ist und wir verdanken dies Eurem missionarischem Einsatz.

Der Segen Gottes moege in Eurer Kirche von Feldkirch sichtbar gegenwaertig sein. Moege der Herr es vergelten mit vielen guten Priester- und Ordensberufungen. Mit herzlichem Gruss verbleibe ich Euer sehr, sehr dankbarer

+ Alfredo Schaeffler
Diocesanbischof von Parnaiba"

Opfergang mit Euro 25,30

Weiters schreibt Bischof Schaeffler:

"Nun inzwischen ist dort ein sehr lebendiges Leben entstanden, der Priester ist sehr zufrieden und die Leute mit ihm. Ist natuerlich ein armer Fleck von der Stadt. So hatten wir am vergangenen Sonntag die feierliche Professfeier von einer Schwester welche dort in der Pfarrseelsorge mithilft. Nun die- Kirche war gesteckt voll mit Leuten und haben alle gut mitgemacht. Der Opfergang hat umgerechnet gegeben Euro 25,30.

Der Kirchbau siehst Du ist ja sicherlich sehr bescheiben, muessen natuerlich erweitem und auch ein anderes Dach hinauf. Das Asbestdach ist sehr heiss und vor allem auch sehr nieder im Bau. An Schoenheit hat es nicht viel, aber was wir haben ist eben dies. Es wurde mit viel gutem Willen von den Leuten erstellt in vielen Jahren haben sie das Wenige zusammengetragen, damit sie ein eigenes Gotteshaus haben."


Von Dietmar Steinmair veröffentlicht am 04.06.2009

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